Rasantes DSL-Geschäft treibt Wachstum
Arcor-TV schon bald auf Sendung

Der zweitgrößte deutsche Festnetzanbieter ist weiter auf Wachstumskurs. Insbesondere das rasante DSL-Geschäft treibt Arcor an. Und das Internet-Fernsehen soll der Vodafone-Tochter nun noch einen zusätzlichen Schub im Breitbandgeschäft geben.

HB HANNOVER. In den ersten neun Monaten des Geschäftsjahres 2006/07 (zum Ende März) steigerte die deutsche Festnetztochter des britischen Mobilfunkriesen Vodafone ihre Erlöse um zwölf Prozent auf 1,57 Milliarden Euro, wie Arcor-Chef Harald Stöber am Mittwoch vor Beginn der weltgrößten Computermesse Cebit in Hannover mitteilte. Unter dem Strich verbuchte der größte Konkurrent der Deutschen Telekom einen Gewinn von 79 Millionen Euro, im Vorjahreszeitraum hatte noch ein Verlust von sechs Millionen Euro zu Buche gestanden.

Umsatztreiber ist das Breitbandgeschäft (DSL). Von April bis Dezember gewann Arcor nach eigenen Angaben 760 000 DSL-Kunden hinzu und kam damit zum Jahresende 1,84 Millionen Nutzer. "Das erste Quartal im neuen Jahr läuft sehr zufriedenstellend von den Wachstumsraten", sagte Stöber. Ende Februar sei bereits die Marke von zwei Millionen DSL-Kunden durchbrochen worden. Dazu hätten kombinierte Sprach- und Internet-Anschlüsse mit Flatrates für Telefonieren und Surfen beigetragen. Seit März bietet Arcor auch einen Mobilfunktarif an. Die Telekom vermarktet solche Bündelangebote seit Herbst, um ihren Kundenschwund einzudämmen.

Mit einem weiteren Netzausbau und Internet-Fernsehen will sich Arcor ein noch größeres Stück vom DSL-Kuchen abschneiden. "Wir denken, dass die Wachstumsquote am Markt anhält und sich die Zahl der DSL-Kunden bis Ende 2007 auf knapp 18 Millionen erhöht", prognostizierte der Arcor-Chef. Ende 2006 surften demnach 14,1 Millionen Menschen in Deutschland über schnelle Internetverbindungen, 3,7 Millionen mehr als im Jahr zuvor.

Rund die Hälfte der hiesigen Bevölkerung hätte inzwischen Zugang zum Arcor-Netz, sagte Stöber. Bis spätestens Ende Mai würden 60 Prozent der Haushalte und Gewerbestandorte erreicht. Geringere Kosten und eine bessere Qualität will Arcor mit einer neuen Netztechnik auf Basis des Internet-Protokolls erreichen, die Sprach- und Datenverkehr zusammenführt. Privatkunden will Arcor ab der zweiten Jahreshälfte Internet-Fernsehen mit mehr als 120 Sendern anbieten. Im Mai starte ein Pilotversuch in Kassel.

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