Ratgeber Heimvernetzung
TV, Stereoanlage und PC verbinden

Heimnetzwerke für Verbraucher sind derzeit eines der am schnellsten wachsenden Marktsegmente in der Unterhaltungselektronik. Neben dem Personalcomputer lassen sich immer mehr Multimedia-Geräte miteinander verbinden. Die Grundlage dazu bietet die klassische Kommunikationstechnik der Computerindustrie. Es gilt aber einiges zu beachten.

HB MÜNCHEN. Keine Sorge, wir müssen auch künftig nicht unseren Personalcomputer in das Wohnzimmer stellen, um alle Vorzüge moderner digitaler Unterhaltungselektronik genießen zu können. Die "PC-Kiste" hat den Platz vor der Couch nicht erobert. Es ist vielmehr die PC-Technik, das heißt die digitale Computertechnik, die heute in viele Geräte der Unterhaltungselektronik gewandert ist. Die Signale kommen dabei über den DSL-Anschluss oder künftig mit "Triple Play" via VDSL.

Komponenten, wie wir sie ursprünglich nur aus der Computerwelt kennen, sind spätestens seit der diesjährigen Ifa in Berlin auch vermehrt in unseren Fernsehgeräten und Stereoanlagen zu finden. Digitale Schnittstellen (engl. interfaces) haben die Welt der bis dato weitgehend analogen Unterhaltungselektronik erobert und erlauben die Vernetzung unserer bekannten Wohnzimmergeräte wie Fernseher und Stereoanlage. Im Heimbüro oder in den Kinderzimmern behauptet dagegen der PC seine Rolle. Dort kommen heute eher Multimediaversionen des Rechenknechtes zum Einsatz.

Mit Hilfe der Heimvernetzung lassen sich etliche Geräte sinnvoll verbinden. Dabei werden die Netzwerke in der Regel zunächst nur eingerichtet, um eine Breitbandverbindung sowie Dateien und Peripheriegeräte gemeinsam zu nutzen. Da auf Computern gespeicherte digitale Fotos, MP3-Dateien und Videos von Fernsehern, Stereoanlagen und anderen Unterhaltungsmedien jedoch mit den neuen Netzwerk-Technologien überall bequem zugänglich sind, halten nun auch Video und Unterhaltung Einzug in das Heimnetz. Die dazu notwendigen Geräte reichen vom Basisrouter und einem entsprechenden Adapter bis hin zu Anschlüssen von Spielekonsolen, Media Centern, Musiksystemen und Speichergeräten.

Ähnliche Techniken

Zur Vernetzung stehen auch im Heim ähnliche Techniken zu Verfügung wie in den Büros der Unternehmen. Da ist in erster Linie die klassische Festverkabelung per Ethernettechnik (LAN - local area network, lokales Netz) sowie die drahtlose Variante WLAN, bei der die Daten per Funk übertragen werden, zu nennen. Dazu kommt als spezielle Lösung in Heimnetzen die Datenkommunikation über die Stromleitung (Powerline Communication, PLC).

Als eine Besonderheit der verdrahteten Lösung muss noch Power over Ethernet (PoE nach IEEE802.3af) genannt werden. Die Technik erlaubt die Integration von Endgeräten im Netzwerk wie auch die Versorgung dieser Endgeräte mit Strom über ein einziges Kabel (Standard Kat. 5). Dies ist besonders beim Einsatz von Geräten an schwer zugänglichen Stellen, in deren Nähe sich keine Steckdosen befinden, gefragt. PoE wird in der Regel nur in Büros eingesetzt, kann aber in schwierigen Fällen auch zu Hause helfen.

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