Ratgeber „Triple Play“
Telefon, Internet und TV aus einer Hand

Auf der Ifa 2006 hat das so genannte "Triple Play" die Verbraucher erreicht. Kommunikationstechniker arbeiten schon seit einigen Jahren daran, Telefonieren, Internet-Surfen und Fernsehen über nur eine Leitung möglich zu machen. Nun sollen Flatrate-Pakete auf der Basis der Triple-Play-Angebote dem Kunden schmackhaft gemacht werden. Worum es sich aber genau dreht, ist weiter nur wenigen bewusst.

BERLIN. Der Begriff Triple-Play oder Triple-Play-Services (triple = engl. dreifach) steht für ein Kommunikationspaket, das aus einer schnellen Internetanbindung, Telefonie via Internet und Online-Videodiensten besteht. Vor diesem technischen Hintergrund bemühen sich derzeit alle Anbieter von Breitbandanschlüssen, neue Umsätze zu generieren und daraus letztlich Profite zu erwirtschaften. Das gilt für die großen Telekom-Carrier ebenso wie für Kabelfernseh-Anbieter oder Internet-Provider.

Die Wurzeln des Triple-Play liegen dabei nicht bei den Anbietern von Breitbandzugängen für das Internet, sondern vielmehr bei der Kabelfernseh-Konkurrenz. US-Kabelnetzanbieter rüsteten ihre Netze bereits in den 90er Jahren für die Kombination der drei Medien aus.

Die heimischen TV-Kabelanbieter haben es jedoch bis heute nicht geschafft, Sendungen und Filme auf Nachfrage (Video on Demand) liefern zu können, was konkurrierende Breitbandanbieter längst versprechen. "Video on Demand" bedeutet, dass man sein eigenes persönliches Programm zusammenstellen und dieses einfach abrufen kann. Dies gilt sowohl für das Empfangen von TV-Programmen wie auch für das Mieten von Videofilmen. Das Kabelfernsehen liefert bisher nur herkömmliches Broadcasting (Rundfunk im wörtlichen Sinn) und keine zeitlich unabhängigen Abrufmöglichkeiten.

Umsatz durch Dreifach-Dienste

In Zeiten eines verschärften Wettbewerbs sehen nun alle Anbieter ihre Zukunftschance in denen Triple-Play-Services. Und der Druck ist groß! Zuletzt mussten nämlich immer mehr Unternehmen der Branche sinkende Umsatzzahlen hinnehmen. Diese werden damit begründet, dass ein regelrechter Preiskampf um die billigen Breitbandzugänge ausgebrochen ist.

Alle Wettbewerber drängen mit preiswerten Angeboten auf den Markt. Da viele Haushalte mittlerweile mit einem schnellen Internetzugang ausgestattet sind, ist die Internet-Telefonie (im Fachjargon Voice over IP oder VoIP genannt) längst mehr als nur ein Spielzeug für Technikfreaks. Mit Triple-Play geht diese Entwicklung einen Schritt weiter. Die verbesserten Übertragungstechniken ermöglichen neben Internet und Voice over IP auch TV-Empfang über ein und dieselbe Leitung.

Die neuen Angebote bedeuten allerdings nicht automatisch eine höhere Kundenbindung, denn der Kunde muss zunächst einmal in hohem Maße zufrieden gestellt werden.

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