Reaktion auf wachsende Konkurrenz durch Mobiltelefone
Die Erben des Gameboys entdecken das Internet

Hersteller traditioneller Spielekonsolen rüsten ihre Produkte mit Internet- und Wireless-Funktionen auf, um dem wachsenden Druck durch spielefähige Mobiltelefone zu begegnen. An vorderster Front: Nintendo.

HB LOS ANGELES. Nach Jahren in der Defensive will der japanische Spiele-Riese noch in diesem Jahr einen eigenen Web-Dienst starten und sogar Internet-Telefongespräche ermöglichen. Es geht um nicht weniger als die weltweite Zielgruppe der Jugendlichen, die längst begonnen haben, ihren „Gameboy“ gegen das Handy zu tauschen.

„In Japan haben wir bereits Download-Kioske für Software in über 1 000 Einzelhandelsgeschäften installiert“, sagt Jim Meerick, Marketingchef für Nintendo Europa. „Die kann man leicht zu Internet-Zugangsstationen ausbauen.“ Dann könnten Besitzer der DS-Konsole sich weltweit mit anderen DS-Besitzern unterhalten oder Textmitteilungen austauschen („Pictochat“), wenn diese auch gerade online sind.

Bislang können sich nur mehrere DS-Nutzer im gleichen Raum zum Spiel oder Chat zusammenschließen. In Europa, sagt Meerick, wurden seit März rund 800 000 der Wlan-fähigen Nintendo DS verkauft. Nintendos Glück: Der neue Konkurrent Sony hat den Europastart seiner Playstation Portable auf September verschoben.

Nintendo hat offenbar gerade noch einmal den Anschluss gefunden. Geräte wie Nokias N-Gage bieten Konsole und Handy in einem, der Neuling Gizmondo auf Basis des Betriebssystems Windows CE beherrscht neben GPRS und Bluetooth sogar schon GPS-Navigation. Auch Sonys neue „PSP“, die Playstation Portable, hat Wireless-Anbindung. Nokia kündigte auf der Branchenmesse E3 an, N-Gage-Spieletechnologie auf weitere Mobiltelefone zu übertragen.

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