Reaktionen
Das Web feiert Amazons Fire-Tablet

Amazons Kindle Fire wird die Tablet-Welt fundamental verändern - darin ist sich die internationale Bloggerszene einig. Nur in welche Richtung? Einige sehen nicht Apple, sondern Google als Verlierer.
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Düsseldorf„Amazon hat soeben dem Tablet-Markt eine Lektion erteilt“, freut sich das US-Blog Mashable. „Das Fire, ein Sieben-Zoll-Tablet mit Multitouch-Farbdisplay für 199 Dollar, könnte das erste Blockbuster-Android-Tablet werden.“

Natürlich habe das Tablet auch Defizite. Da es beispielsweise weder über Mikrofon noch Kamera verfüge, könne man jede Art von Chat vergessen. „Dennoch, das ist okay. Es handelt sich eben um ein Gerät zum Konsumieren von Inhalten – und Amazon hat Unmengen von Inhalten“, kommentieren die Blogger. Einen guten Eindruck machte der Bildschirm auf die Experten. „Das Sieben-Zoll-Display unterstützt 16 Milionen Farben und von unserem vorteilhaften Blickwinkel sah der Bildschirm sehr gut aus, das Gerät reagierte schnell“.

Negativ merken die Blogger an: Das Touch-Display unterstützt kein echtes Multitouch, maximal können zwei Finger eingesetzt werden. Außerdem fehlt ein mobiler Internetzugang via 3G, die Medieninhalte werden über Amazons Whispersync-Technologie also nur synchronisiert, wenn gerade ein WLAN verfügbar ist. „Wahrscheinlich war das eine Möglichkeit für Amazon, den Preis so niedrig zu halten“, glauben die Mashable-Blogger.

Auch der sehr Apple-freundliche Blogger John Gruber ist voll des Lobes für Amazons neues Tablet. „Der Werbeslogan von Fire sagt eigentlich alles: ‚Alle Inhalte. Ultra-schnelles Webbrowsing’“, so Gruber. „Das ist die beste Form einer Marketing-Botschaft: einfach, ansprechend und wahr.“ Zwar müsse sich noch herausstellen, wie schnell der Browser wirklich ist – aber die Aussage über die Inhalte sei ohne Zweifel richtig. „Wenn du dir einen Kindle Fire kaufst, wirst du keine Probleme haben, interessante Bücher, Filme und Apps zu finden.“

Endlich sei die alte Frage beantwortet, warum irgendwer ein Tablet kaufen sollte, das kein iPad ist. „Das Kindle ist deshalb interessant, weil es eine gute Antwort darauf hat: Es ist viel günstiger und Amazon bietet ein digitales Ökosystem an Inhalten, dass sich vor Apple nicht verstecken braucht. Amazon hat zwar weniger Apps – aber dafür mehr Bücher.“ Bei dem Preis von 199 Dollar glaubt der Apple-Experte nicht, dass das Kindle Fire für Amazon profitabel ist. „Es würde mich nicht überraschen, wenn Amazon einen kleinen Verlust pro verkauftem Gerät in Kauf nimmt, in der Hoffnung, dies durch den Verkauf von Inhalten wieder einzuspielen“.

Dass dieser Verlust pro verkauftem Gerät gar nicht so gering ist, will das Blog Apple Insider erfahren haben. Es zitiert den Analysten Gene Munster von dem US-Investmentunternehmen Piper Jaffray mit seiner Einschätzung, Amazon mache mit jedem verkauften Amazon Fire ganze 50 Dollar Verlust. „Während Apple auch an der Hardware Geld verdient mit einer Marge von etwa 30 Prozent beim iPad, verliert Amazon wahrscheinlich etwa 50 Dollar pro Kindle Fire“, zitiert das Blog den Analysten.

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  • Also: ich lese daraus:
    - ku klein, bei 7" ist die Seitendarstellung beim surfen lausig, siehe Foto, nix zu erkennen ;-)
    - kein 3G, keine Mobilfunk Funktionen
    - kein Microfon, keine Kamera, kein Chat
    - Laufzeit und Performance noch unklar
    - Android ist alles andere als ausgereift
    - geringe Zahl an Apps und Bindung an Amazon Android Market

    Das das "Kindle Fire" nur weniger als halb soviel wie das iPad kostet ist doch klar, ist ja auch nur weniger als halb so viel drin. ;-)

    Das Ding taugt bestenfalls zum Bücher lesen in Farbe, oder wie hieß es doch gleich? "... Ein Gerät zum konsumieren." Na klar, von Amazon Inhalten, sprich Büchern. Und selbst dazu ist der 7" Bildschirm sehr begrenzt tauglich.

    Der Markt wartet auf einen Herausforderer für das Apple iPad. Klar. Aber das "Kindle Fire" ist es definitiv nicht. Bereits die erste Generation des iPad hat mehr geboten.

    Viel Lärm um nichts.


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