Regierung Indonesiens folgt eigenem Gesetz
Großer Nachholbedarf bei Software-Lizenzen

Bei einer Inspektion der Computer und Software des Landes musste die indonesische Regierung feststellen, dass auf fast 70 000 Rechnern nicht lizenzierte Software installiert war.

hiz DÜSSELDORF. Wie die Jakarta Post berichtet, hat die indonesische Regierung bei einer Bestandsaufnahem festgestellt, dass fast 70 000 der eingesetzten Computer mit nicht lizenzierter Software betrieben werden. Allerdings wird die exakte Zählung erst im April beendet. Die Regierung hat nun entscheiden, auf legale Software umzusteigen. Das ist das Resultat eines im Juni erlassenen Kopierschutzgesetzes, nach dem Softwarepiraten eine Haftstrafe von bis zu fünf Jahren und rund 60 000 Dollar Geldstrafe drohen.

Um der peinlichen Situation zu entgehen, selber ins Visier der Strafverfolger zu kommen, werden nun Verhandlungen mit den Softwareherstellern, allen voran Microsoft, aufgenommen. Dabei hofft das Land auf erhebliche Preisnachlässe. Man orientiert sich hier am Beispiel Thailand, wo die Kosten für die Softwarepakete auf 35 bis 350 Dollar reduziert wurden, statt der 200 bis 600 Dollar, die man regulär zahlen muss. Gerade der hohe Preis soll dem Bericht zufolge die Ursache dafür sein, dass mittlerweile fast 90 Prozent der indonesischen Bevölkerung illegale Software nutzt. Im Bereich Softwarepiraterie liege Indonesien auf Rang vier hinter Vietnam, China und Russland.

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