Regulierer macht DSL-Vorleistungsprodukt billiger
Telekom-Tarife für Internetanbieter sinken

Internetanbieter zahlen künftig weniger an die Deutsche Telekom, wenn sie ein bestimmtes Vorleistungsprodukt für schnelle Webzugänge via DSL bei dem Konzern beziehen.

slo BONN. Wie die Regulierungsbehörde für Telekommunikation und Post bekannt gab, sinkt der Tarif um 18 Prozent – von 0,63 Euro auf 0,52 Euro pro Nutzungseinheit. Die Telekom hatte das Dreifache der genehmigten Preises beantragt

.

Das Produkt heißt im Branchenjargon ZISP und beschreibt das Bindeglied zwischen dem DSL-Anschluss des Kunden und der Internetplattform von Unternehmen wie Telefónica, QSC, Freenet und AOL. Dadurch sparen die Anbieter Investitionen, da sie ihre eigene Infrastruktur nicht im großen Stil ausbauen müssen. Laut Regulierungsbehörde ist ZISP derzeit die wichtigste Vorleistung der Telekom für ihre Konkurrenten, wenn es um schnelles Internet via DSL geht.

Die Telekom sieht das anders. Man solle dieses Produkt nicht überschätzen, es sei eines von mehreren Vorleistungen, sagt Frank Schmidt, Leiter der Regulierungsabteilung bei der Telekom-Festnetzsparte.

Den bisher gültigen Preis kritisierte die Telekom schon länger als nicht kostendeckend. Ein Sprecher des Konzerns sagte daher nach der gestrigen Entscheidung: „Wir prüfen rechtliche Schritte.“ In der Branche heißt es, ein Gang zum Verwaltungsgericht Köln sei wahrscheinlich.

Der Branchenverband VATM, begrüßte dagegen die neuen Tarife. Es sei ein Schritt in Richtung mehr Wettbewerb, sagte Geschäftsführer Jürgen Grützner.

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