Regulierungsbehörde vergibt Vorwahl
Internet-Telefonie bekommt eigene Vorwahl

Die Regulierungsbehörde für Telekommunikation und Post will die Internet-Telefonie weiter fördern. Daher werden den Anbietern solcher Dienste künftig neue Rufnummern zur Verfügung gestellt, die unabhängig vom Wohnort der Kunden sind. Damit soll außerdem eine Rufnummern-Knappheit bei den Ortsvorwahlen verhindert werden.

HB BONN. Der Präsident der Regulierungsbehörde für Telekommunikation und Post, Matthias Kurth (SPD) sagte am Montag auf einer Branchenveranstaltung in Bonn, die Anbieter von Telefonie über das Internet hätten Bedarf an Rufnummern unter der Vorwahl 032 angemeldet, unter der die eigenen Kunden angerufen werden könnten. Diese Vorwahl sei voraussichtlich ab Januar kommenden Jahres verfügbar. Die unter dieser Vorwahl erreichbaren Rufnummern seien nicht an den Wohnort des Kunden gebunden, sondern könnten bundesweit vergeben werden.

Im Regelfall müssen Telekom-Unternehmen ihren Kunden Rufnummern zuteilen, die an deren Wohnort gekoppelt sind. Diese Rufnummern sind kostenpflichtig bei der Regulierungsbehörde zu beantragen. Um bundesweit Telefon-Anschlüsse anzubieten, müssen die Telekom-Unternehmen daher Rufnummern für jedes der rund 5200 Ortsnetze erwerben. Die mögliche Nutzung der wohnsitz-unabhängigen Vorwahl 032 erleichtert es daher vor allem kleineren Unternehmen, Internet-Telefonie anzubieten.

Anbieter von Internet-Telefonie reagierten zurückhaltend. „Die Zuteilung der 032 ist noch keine Lösung, es kommt auf die Ausgestaltung an“, sagte Freenet-Chef Eckard Spoerr der Deutschen Presse-Agentur. „Wir glauben nicht, dass die 032 für Verbraucher vor Mitte kommenden Jahres verfügbar sein wird“, sagte Sipgate-Geschäftsführer Tim Mois. Es bestehe zudem die Gefahr, dass das Anrufen dieser Vorwahl erheblich teurer sein werde als von Ortsnetz-Nummern.

Neben der neuen Vorwahl sollen auch Ortsvorwahlen weiter für Internet-Telefonie genutzt werden können, sagte Kurth. Dazu soll künftig der Wohn- oder Firmensitz ausschlaggebend sein. Die Behörde erwäge auch, die Hürde der Nummernzuteilung durch kleinere Nummernblöcke und die Vergabe an Dienste-Anbieter zu senken.

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