Resale hat Markt neue Impulse gegeben
Mehr DSL-Wettbewerb durch Wiederverkauf

Bis vor einem Jahr ist alles ganz einfach gewesen: Wer einen DSL-Zugang haben wollte, ging meist zu T-Online. Nur in wenigen Städten und Regionen konnte der Kunde wählen – und einen breitbandigen Internetanschluss beispielsweise bei Arcor, Hansenet oder QSC bekommen. Mittlerweile haben die Kunden die Qual der Wahl.

HB DÜSSELDORF. Kunden können mit Alice surfen, sich bei Freenet , 1&1 oder AOL anschließen lassen. Doch die Vielfalt täuscht: Viele dieser Angebote sind Zugänge zum DSL-Netz der Deutschen Telekom. Sie werden über das so genannte DSL-Resale an die Kunden vermarktet. Dabei verkaufen die Anbieter DSL-Anschlüsse der Telekom unter eigenem Namen.

Bei den Kunden stieß das Angebot auf große Resonanz: 246 000 DSL-Resale-Anschlüsse bei insgesamt 6,7 Millionen DSL-Anschlüssen zählte die Bundesnetzagentur in ihrem Jahresbericht 2004. Ende dieses Jahres werden es rund 900 000 Resale-Anschlüsse sein, so eine Schätzung des Verbands der Anbieter von Telekommunikations- und Mehrwertdiensten (VATM). Resale hat dem gesamten DSL-Markt neue Impulse gegeben, ist Alexander Mogg, Medienexperte bei Mercer Management Consulting überzeugt: „Die langsame Entwicklung von DSL in Deutschland lag auch an der Koppelung der Zugänge an die Leitungen der Telekom.“

Seit rund zwölf Monaten muss die Telekom DSL-Anschlüsse als Vorleistung an Wiederverkäufer zu geringeren Preisen abgeben, als ein Endkunde der Telekom bezahlt. Die Marge beim Wiederverkauf wird auf zehn bis zwölf Prozent geschätzt. Bei der Weitervermarktung können die Wettbewerber dabei nicht nur bei den Internet-Zugangstarifen die Telekom unterbieten. Ihnen steht es auch frei, die Anschlüsse preisgünstiger zu vermarkten. Teilweise gingen die Preise für Anschlussgebühren und Zugangstarife um deutlich mehr als 50 Prozent zurück.

Die Motivation für Resale ist bei den Telekom-Wettbewerbern unterschiedlich: United Internet will mit DSL-Anschluss und Zugang aus einer Hand vor allem die Kunden an seine Marken 1&1 oder GMX binden. Zusätzlich sorgen Mehrwertdienste wie Internet-Telefonie für zusätzliche Einnahmen. Mit der Entwicklung des Resale-Geschäfts ist das Unternehmen zufrieden. „Das anvisierte Ziel von 1,52 bis 1,53 Millionen DSL-Kunden zum dritten Quartal 2005 werden wir erreichen“, so ein Sprecher. Am Aufbau eines eigenes Netzes ist United Internet nicht mehr interessiert: „Wir sind eine mittelfristige strategische Partnerschaft mit T-Com eingegangen“, so der Sprecher.

Seite 1:

Mehr DSL-Wettbewerb durch Wiederverkauf

Seite 2:

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%