RFID in aller Munde
Produktkennzeichnung der Zukunft

Die kleinen Funkchips, mit deren Hilfe zukünftig alle Produkte im Supermarkt identifiziert werden sollen, sind kaum mehr aufzuhalten. Obwohl die Technologie noch in den Anfängen steckt, warnen Datenschützer schon möglichen Gefahren.

hiz DÜSSELDORF. Es sind nicht Vorzeigeanwendungen wie die Verwaltung der Büchereien in Wien und Stuttgart, die als Hauptanwendung für Radio Frequency Identification (RFID) Chips geplant sind. Generell wird sich der Alltag mit RFID ändern. Hinter dem komplizierten Begriff verbirgt sich eine Technik, mit der Gegenstände elektronisch gekennzeichnet werden können. Die Handelsblatt-Konferenz RFID soll am 4. und 5. Mai in Düsseldorf umfassende Information über die Möglichkeiten und Probleme der neuen Art der Produktkennzeichnung liefern, die Logistik und Warenwirtschaft nachhaltig beeinflussen wird.

Produktkennzeichnung ist nichts Neues. Jeder Artikel im Supermarkt weist heute bereits einen Barcode auf. An der Scannerkasse wird dieser gelesen und der jeweilige Preis erscheint dann auf der Abrechnung. Im Gegensatz zum Barcode kann mit RFID-Chips diese Information berührungslos ausgelesen werden. Dazu induziert das Lesegerät eine Spannung in der Antenne, die mit der sandkorngroßen Schaltung verbunden ist. Diese wird dadurch mit Energie versorgt und schickt dann die eingeprägte Kennung zurück.

Die Vorteile liegen auf der Hand: Eine Palette mit so gekennzeichneten Flaschen wird durch ein Erfassungsportal gefahren und schon erkennt das Warenwirtschaftssystem, wie viel Getränke neu eingelagert wurden. Beim Gang durch den Supermarkt können die Produkte, deren Haltbarkeitsdatum verstrichen ist, ebenfalls sofort identifiziert, ohne mühsam jede Packung einzeln inspizieren zu müssen. An der Discounter-Kasse fährt der Kunde durch das Abrechnungsportal und der Inhalt seines Einkaufswagens wird analysiert – in Sekundenschnelle ist seine Abrechung zur Zahlung fertig. Lange Warteschlangen könnten so bald der Vergangenheit angehören, Sicherheitsschranken in Kaufhäusern erkennen zudem nicht bezahlte Waren , Diebe können so zuverlässig enttarnt werden.

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