RTL macht mit
Telekom komplettiert ihr Internet-Fernsehen

RTL hat als letzte große Programmgruppe ihr Einverständnis für die Übertragung im Internet-Fernsehen gegeben. Dem so genannten IP-TV der Deutschen Telekom steht damit nichts mehr im Weg. In einigen Städten ist es schon empfangbar. Von dem Erfolg hängt viel für den Bonner Konzern ab.

HB BONN. „Mit diesem Vertragsabschluss haben wir jetzt alle TV-Branchengrößen für eine Kooperation mit uns gewinnen können“, sagte Telekom-Vorstand Walter Raizner am Mittwoch in Bonn. Zur RTL-Familie gehören neben dem Namensgeber unter anderem Vox, RTL II, N-TV und Traumpartner TV. In der vergangenen Woche hatte der Konzern bereits eine Einigung mit den öffentlich-rechtlichen Sendern ARD und ZDF erzielt, zuvor unter anderem auch mit der Senderfamilie Pro Sieben Sat 1.

Mit dem schnellen VDSL-Netz schafft die Telekom die Grundlage für Bündelangebote, die Telefonie, Internet und Fernsehen beinhalten. Alleine mehr als 100 Fernsehprogramme sind nun empfangbar. Die Palette umfasst auch die Übertragung von Spielen der Fußball-Bundesliga, bei der die Telekom mit dem Bezahlsender Premiere zusammenarbeitet.

Die Telekom hatte zum Auftakt der Fußball-Bundesliga eine abgespeckte Version ihres Internet-Unterhaltungsangebots gestartet, das bisher nur ausgewählten Kunden angeboten wird. Das Triple-Play-Angebot „T-Home“ soll im Oktober starten. Es enthält Telefon, schnelles Internet und das komplette IP-TV-Angebot mit zusätzlichen Diensten wie einem digitalen Videorecorder und Filmen auf Abruf.

Um ARD und ZDF zu überzeugen, am Internet-Fernsehen teilzunehmen, musste die Telekom aber weit reichende Zugeständnisse machen. Alle Inhalte können über VDSL unverschlüsselt und ohne Zusatzentgelt empfangen werden.

Ein Erfolg des VDSL-Netzes ist für die Telekom von strategischer Bedeutung, sie leidet unter einer Erosion ihrer Festnetz-Umsätze und muss sich dringend neue Wachstumsquellen erschließen. Der Bonner Konzern plant einen bundesweiten Ausbau des Breitband-Netzes, verlangt dafür aber ein exklusives Nutzungsrecht für seine Investition, um das zwischen Berlin und Brüssel gerungen wird. Bislang hat die Telekom gut 500 Mill. Euro in das neue Netz investiert, sagt Telekom-Vorstand Raizner. Insgesamt werden es 3 Mrd. Euro.

Bis Mitte kommenden Jahres sollen 50 Städte mit dem schnellen Internetzugang versorgt werden. Bislang sind 10 Ballungszentren angeschlossen.

VDSL gibt es bereits in:

  • Berlin
  • Düsseldorf
  • Frankfurt am Main / Offenbach am Main
  • Hamburg
  • Hannover
  • Köln
  • Leipzig
  • München
  • Nürnberg / Fürth
  • Stuttgart / Esslingen am Neckar / Fellbach / Ostfildern
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