Rückblick
Das lange Sterben des Personal-Computers

Am 12. August 1981 stellte IBM den ersten PC vor. Zum 30. Jahrestag lädt Handelsblatt Online zur Zeitreise ein: Ein Rückblick auf die PC-Ära aus dem Jahr 2041.
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DüsseldorfStellen Sie sich vor, jeder einzelne Haushalt in Europa hätte sein eigenes kleines Kraftwerk in der Wohnung. Wenn zu viele elektrische Geräte gleichzeitig in Betrieb sind, reicht der Strom nicht aus. Wird gerade wenig Strom verbraucht, liegen dagegen riesige Stromkapazitäten brach.

Was absurd klingt, war in der Computerwelt lange Zeit gang und gäbe: Ein PC befand sich noch vor rund 20 Jahren in so gut wie jedem Haushalt. Die überdimensionierten Geräte wurden dabei meist nur für einfache Aufgaben wie E-Mail-Kommunikation, das Surfen im Web oder Textverarbeitung genutzt.

Eigentümlich klobig wirken diese Geräte heute, so wie auch der erste PC von IBM - dem Unternehmen, das den Begriff „Personal-Computer“ vor genau 60 Jahren einführte. Am 12. August 1981 stellte IBM mit dem IBM 5150 den ersten PC vor. Mit 16 Kilobyte Arbeitsspeicher mussten sich die Technik-Pioniere der damaligen Zeit begnügen. Textbefehle wurden Zeile um Zeile abgearbeitet – mit einer 4,77 Megahertz „schnellen“ Zentral-Prozesssoreinheit. Trotz solcher Beschränkungen entwickelten sich die Rechner rasch zum Erfolgsmodell - ein Jahr später war der IBM-PC „Man of the year“ des TIME-Magazins.

Die technischen Fähigkeiten der Geräte wuchsen natürlich mit der Zeit – lange aber nicht das Prinzip: Auch als die PCs nach und nach über das Internet vernetzt wurden, blieben sie weiterhin autonome Maschinen – groß, klobig, stromfressend. Die Menschen damals machten fast alles mit diesen Maschinen, was mit elektronischen Geräten zu tun hatte: Sie schrieben ihre Briefe auf demselben Gerät, das auch in der Lage war, 3D-Spiele darzustellen oder Filme zu schneiden.

Heute besitzen nur noch wenige Spezialisten einen eigenen stationären Computer. Unsere Telefone sind längst in der Lage, sämtliche Aufgaben zu bewältigen, für die man früher noch eigene Computer benötigte. Wer einen größeren Bildschirm benötigt, aktiviert einfach die Hologramm-Funktion des Handys. Eingaben erfolgen meist über die Sprache – und wer wirklich einmal eine Tastatur benötigt, kann sie per Funk verbinden. Für die extrem seltenen Fälle, in denen Privat-Nutzer mehr Rechenkraft benötigen, holen sie sich aus der Cloud.

iPhone als Wendepunkt

Doch wie starb der einst so populäre PC? Viele nennen das Jahr 2007 als Wendepunkt. Damals stellte Apple das iPhone vor. Es war bei weitem nicht das erste Telefon, das PC-Aufgaben wie das Surfen im Netz übernahm – aber das erste, das sich massenhaft durchsetzte. Wenig später kam das iPad auf den Markt, das erste Tablet, dem der Massendurchbruch gelang. Vier Jahre später war Apple der wertvollste Konzern der Welt.

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Kommentare zu " Rückblick: Das lange Sterben des Personal-Computers"

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  • haha, es gibt übrigens noch viele Leute, die einen "PC" haben - als Latop. ist besser als der ganze SmartphoneQuatsch.
    Besonders das iphone, das ja so gut funktioniert, und mit dem man ja auch keine "Dummheiten" machen kann.

    Dummheiten sind aber manchmal gut - der Apple Sheiss ist doch alles ein abgeschottete Box, damit der Benutzer gut kontrolliert werden kann.

    Nur pickelige Jugendliche benutezn ein popliges kleines Smartphone. Richtige Hacker brauchen einen Laptop....

  • Das scheint eine als Artikel getarnte Apple-Werbung zu sein.

  • Nun man keine Panik.
    Die totale Kontrolle ist schon lange der Strand der Dinge.

    Wenn selbst Volkswagen ein System hat, wo man mit Gedanken ein Auto steuern kann, kann man ruhig davon ausgehen, dass Herr Schäuble schin lange Herr aller Gedanken ist.

    Aber so wichtig ist der einzelne Bürger nicht, dass man seine Gedanken ständig kontollieren würde. Wozu der ganze Aufwand??

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