Rückprojektionsfernseher
Attacke der Riesen

Eine neue Generation hochauflösender Rückprojektionsfernseher soll die LCD- und Plasmabildschirme aus dem Heimkino verdrängen. Die Rückpros liefern brillante Bilder - bei Preisen, die deutlich unter denen vergleichbar großer Geräte klassischer Bauart liegen.
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DÜSSELDORF. Ob den neuen Bond-Darsteller Daniel Craig oder den alten Jedi-Star Sir Alec Guinness - die Deutschen wollen die Hollywood-Größen im heimischen Wohnzimmer möglichst im XXL-Format erleben: Kaum ein Segment der Unterhaltungselektronik wächst in diesem Jahr so rasant wie das der Großbildfernseher. "Die Leute kaufen alles, was flach ist. Je größer, desto lieber", freut sich der Verkäufer eines Kölner Elektronikmarkts. Nur die hohen Gerätepreise bremsen noch den Ansturm auf die TV-Riesen.

Das könnte sich jetzt ändern. Denn in der Heimkinoklasse (Fernseher mit Bildschirmdiagonalen von mehr als 120 Zentimetern) bekommen die Anbieter von Flüssigkristall (LCD)- und Plasma-Geräten dieser Tage mächtig Konkurrenz. Eine neue Generation hochauflösender Rückprojektionsfernseher kommt rechtzeitig zum Weihnachtsgeschäft in die Läden. Die Modelle glänzen mit einer bisher ungekannten Bildqualität und mit echten Kampfpreisen von unter 2 000 Euro.

Die in der Branche kurz Rückpros genannten Geräte haben kaum noch etwas gemein mit den TV-Klötzen der Vergangenheit. Vorbei sind die Zeiten, in denen die Zuschauer Mühe hatten, sich an den lichtschwachen und kontrastarmen Bildern auf dem Monitor wirklich zu erfreuen.

Die Chance zum Comeback verdanken die einst berüchtigten Riesenfernseher einer neuen Generation von Optik-Chips, sogenannten Digitalen Lichtprozessoren (DLP). Diese Bauteile vereinen auf der Fläche einer Briefmarke Hunderttausende mikroskopisch kleiner Spiegel, die Fernseh- und DVD-Bilder inzwischen in hochauflösender Qualität auf den Schirm projizieren.

Das Ergebnis ist beeindruckend - zumindest bei der Wiedergabe der Bilder von der DVD oder aus dem HDTV-Fernsehen. Tester von Fachzeitschriften wie "Heimkino" oder "DigitalWorld" bescheinigen der jüngsten Generation der Rückpros eine "brillante und tiefe Bildwirkung". TV-Programme im klassischen PAL-Format hingegen, ob Tatort oder Tagesschau, bleiben auch am DLP-TV flau. Die PAL-Bilder der Rückpros sind nicht weniger grobkörnig und schwammig als die der Plasma- oder LCD-Fernseher.

Dafür liegen die Preise der Rückpros deutlich unter denen vergleichbar großer Geräte klassischer Bauart. Elektronikriese Samsung etwa, einer der Vorreiter der neuen Technik, offeriert seinen aktuellen 50-Zoll-Rückpro-Fernseher mit 127-Zentimeter-Display für knapp 2 000 Euro.

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