Rückruf
Brandgefahr auch bei Apple-Notebooks

Nach Dell nun Apple: Der Mac-Produzent ruft 1,8 Millionen Laptops wegen brandgefährlicher Akkus zurück. Die Aktion hatte sich angedeutet, ist doch in beiden Fällen Sony der Lieferant der Energiezellen gewesen. Mit dem japanischen Elektronikkonzern führt die zuständige US-Behörde nun ernste Gespräche.

SAN FRANCISCO. Wie die US-Kommission für Verbraucherschutz am Donnerstag mitteilte, geht der Rückruf auf Zwischenfälle bei 9 Notebooks zurück, die sich zu stark erhitzt hätten. Zwei Benutzer hätten dabei leichte Verbrennungen erlitten. Von den Geräten hat Apple 1,1 Millionen Stück in den USA und 700 000 im Ausland verkauft. Betroffen sind Akkus der Laptop-Modelle iBook G4 und PowerBook G4, die seit Oktober 2003 im Handel sind.

Erst vergangene Woche hatte der weltgrößte PC-Hersteller Dell 4,1 Mill. Laptops zurück beordert; bereits zu dem Zeitpunkt hatte Apple auch bei seinen Modellen Probleme angedeutet, da das Unternehmen ebenfalls Sony-Akkus verbaut hat.

Die Dell-Aktion war der größte Rückruf in der 22-jährigen Geschichte des Unternehmens und zugleich die größte Rückrufaktion bei Verbraucherelektronik überhaupt. Der Rückruf kam außerdem zu einer ungünstigen Zeit, da das erfolgsverwöhnte Unternehmen, das mit seinem kostengünstigen Geschäftsmodell des Direktvertriebs zum größten PC-Hersteller der Welt avancierte, seit mehreren Quartalen die Ergebnisprognosen nicht mehr erreicht.

Ein Rückruf von Akkus ist auch bei Apple kein Novum. Der Hersteller hat zuvor bereits Lithium-Ionen-Batterien zurückgerufen, die weltweit von Oktober 2004 bis Mai 2005 ebenfalls bei Notebook-Computern der Serien iBook G4 und PowerBook G4 verkauft wurden. Diese Stromspeicher wurden von LG in Südkorea gefertigt. Mehr Informationen zu dem Austauschprogramm von Notebook-Batterien gibt Apple im Internet unter » depot.info.apple.com/powerbook/batteryexchange.

Mit dem zweiten Rückruf innerhalb einer Woche kommt jetzt allerdings zunehmend der konkurrierende Akku-Hersteller Sony unter Druck. Die US-Behörde für Produktsicherheit hatte nach dem Dell-Rückruf eine Untersuchung aller Notebook-Akkus des japanischen Elektronikkonzerns eingeleitet. Die von Sony gelieferten Batterien können sich nach Angaben von Dell bei einem Kurzschluss überhitzen und in Rauch und Flammen aufgehen. Allerdings sei die Wahrscheinlichkeit für einen solchen Akku-Brand sehr gering.

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