Rückruf von 440 000 Geräten
Brandgefährliche Sony-Notebooks

Der japanische Elektronikriese Sony ruft weltweit rund 440 000 Notebooks zurück. Die Computer könnten wegen einer fehlerhaften Verkabelung überhitzen und dadurch zu Verbrennungen bei den Nutzern führen, teilte der Konzern am Donnerstag in Tokio mit.

HB NEW YORK. Über 200 Geräte hätten sich bereits überhitzt und in sieben Fällen die Nutzer leichte Brandverletzungen erlitten, erklärte Sony weiter. Nach Angaben einer Sprecherin wurden 373 000 der betroffenen Laptops in 48 Länder exportiert, die übrigen 67 000 wurden in Japan verkauft.

Betroffen seien 19 Notebook-Modelle der Serie Vaio TZ, die zwischen Mai 2007 und Juli 2008 hergestellt wurden (Typen: VGN-TZ100, VGN-TZ200, VGN-TZ300 und VGN-TZ2000). Die Verkabelung zwischen dem unteren Gehäuseteil und dem Display nützt sich den Angaben zufolge schnell ab, so dass ein Kurzschluss entstehen kann. Zudem könne ein Fehler in den Schaltkreisen des Displays zu Überhitzungen führen. Die möglichen Kosten der Reparaturen wollte Sony nicht beziffern.

Die Rückrufaktion ist eine der größten in der Computerbranche seit Dell vor zwei Jahren über vier Millionen Laptops wegen Brandgefahr zurückrief. Auch Sony musste in der Vergangenheit bereits einige Rückrufaktionen bei seinen Laptop-Akkus hinnehmen. Es bestand die Gefahr, dass sie überhitzen und in Brand geraten konnten. 2006 bemängelten Dell, Apple, Lenovo, Toshiba und einige andere Computerhersteller insgesamt mehr als zehn Millionen Sony-Akkus. Die Kosten für Sony beliefen sich damals auf rund 430 Millionen Dollar.

Die neuerliche Rückrufaktion hat die Aktien von Sony am Freitag schwer belastet. Die Papiere fielen an der Tokioter Börse um über vier Prozent und damit fast auf den tiefsten Stand seit drei Jahren.

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