Rückschlag für Deutsche Messe
Nokia kommt 2007 nicht zur Cebit

Im kommenden Jahr bleibt der weltgrößte Handyhersteller Nokia der Cebit in Hannover fern. Damit muss die Computer- und Telekommunikationsmesse einen weiteren Rückschlag hinnehmen.

HB HANNOVER/DÜSSELDORF. Als Grund führte Nokia an, die Marketingaktivitäten neu auszurichten. Ein Sprecher der Deutschen Messe AG sagte am Freitag, die Absage sei "sehr unangenehm" und treffe die Messe. Bereits zur Cebit 2006 hatte die Messe Absagen namhafter Unternehmen verzeichnet, darunter von E Plus - und Philips. Insgesamt war die Ausstellerzahl in diesem Jahr aber stabil geblieben.

Nokia wird nach eigener Darstellung künftig weniger auf Publikums- und Fachmessen vertreten sein, sondern verstärkt eigene Kommunikationsplattformen sowie Auftritte auf Hausmessen von Partnern nutzen. Die "Nähe" zum Kunden solle ausgebaut werden. Für das Unternehmen sei es "wichtiger denn je, zielgruppenorientierte Maßnahmen zu entwickeln". Im Zuge dieser Entwicklung habe sich Nokia dazu entschlossen, nach vielen Jahren der "sehr guten Zusammenarbeit" mit der Messe Hannover 2007 nicht als Aussteller auf der Cebit vertreten zu sein. Der finnische Konzern, dessen Deutschland-Zentrale in Düsseldorf sitzt, ist der größte Handyhersteller der Welt.

Der Sprecher der Deutschen Messe AG sagte, die Entscheidung von Nokia sorge in der Branche für "Aufmerksamkeit". Negative Reaktionen anderer Firmen seien derzeit aber nicht zu erkennen, bisher gebe es keine weiteren Absagen großer Unternehmen. Bis September würden die meisten Unternehmen entscheiden, ob sie auf der Cebit im März 2007 ausstellen. Derzeit zeichne sich eine Ausstellerzahl auf dem Niveau von 2006 ab. In diesem Jahr hatte die Cebit rund 6300 Aussteller.

In den vergangenen Jahren hatte es zunehmend Kritik an der Ausrichtung der Cebit gegeben, dich sich vor allem als "Business- Messe" versteht, die Geschäftslösungen anbietet. Viele Unternehmen vor allem aus der Telekommunikationsbranche aber fordern, die Verbraucher stärker in den Mittelpunkt der Messe zu rücken. Grund ist das Zusammenwachsen von Computerindustrie und Unterhaltungselektronik.

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