Saarland prescht vor
Segway-Roller erstmals in Deutschland zugelassen

Das Saarland hat erstmals die Nutzung des Elektrorollers Segway im öffentlichen Straßenverkehr freigegeben. Ab sofort dürfe der selbst ausbalancierende Stadtroller auf Rad- und Fußwegen, in Tempo-30-Zonen und innerhörtlichen Straßen genutzt werden, entschied das Innenministerium des Saarlands.

dpa SAARBRÜCKEN. Die Freigabe erfolge in Abstimmung mit dem Bundesverkehrsministerium, teilte die Behörde mit. Der „Segway Personal Transporter“ gilt im Ausland seit Jahren als Kultobjekt. Der Roller wird lediglich durch die Körperbewegung des Fahrers gelenkt, der auf einer kleinen Plattform steht. Durch Gewichtsverlagerung nach vorn oder hinten lässt sich das Fahrzeug beschleunigen und bremsen, beugt sich der Fahrer nach links oder rechts, erfolgt die entsprechende Richtungsänderung.

Der elektrisch betriebene Roller hatte Anfang 2000 für viele Spekulationen und Zukunftsvisionen gesorgt. So hatte zum Beispiel Jeff Bezos, Gründer und Chef des weltgrößten Online-Warenhauses Amazon.com in die Entwicklung des trendigen Rollers investiert. Steve Jobs, Gründer und Chef des kalifornischen Computer- und ipod- Herstellers Apple, sah in dem Fahrzeug sogar die Zukunft der städtischen Fortbewegung und eine Revolutionierung des Verkehrs.

Bislang herrschte für den Steh-Roller in Deutschland ein generelles Nutzungsverbot auf öffentlichen Wegen. Inzwischen hat eine zusammen mit der Universität Kaiserslautern erstellte Studie dem Segway die Straßenverkehrs-Tauglichkeit bescheinigt. Die jetzige Zulassung im Saarland gelte im Vorgriff auf eine zu erwartende bundesrechtliche Regelung ab sofort, teilte das saarländische Ministerium mit. Zur Nutzung ist ein Mofa-Führerschein, vorerst eine Ausnahmegenehmigung des saarländischen Innenministeriums sowie eine Schulung des Herstellers erforderlich.

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