Safari wird Konkurrenz für Internet-Explorer
Apple sucht Helfer fürs iPhone

Apple wird nun doch auch unabhängigen Entwicklern erlauben, Programme für sein mit Spannung erwartetes Multimedia-Handy iPhone zu schreiben. Obendrein wollen die Apfelmännen die Windows-Welt um ein nützliches Internet-Werkzeug bereichern.

HB SAN FRANCISCO. Ursprünglich wollte Apple wegen Sicherheitsbedenken das iPhone so bauen, dass es keine Programme von anderen Anbietern unterstützt. Mit der jetzigen Ankündigung auch externe Software zu erlauben schwächte Apple-Chef Steve Jobs am Montag die bisherige Haltung des Konzerns ab.

In seiner Rede zum Start der fünftägigen Entwicklerkonferenz WWDC am Montag in San Francisco kündigte Jobs zudem an, den Internet-Browser Safari künftig auch für Microsoft-Kunden zugänglich zu machen. Voraussichtlich ab kommendem Montag können Nutzer der Microsoft-Betriebssysteme Windows XP und Vista eine Testversion von Safari auf ihre Rechner laden. Derzeit läuft Safari nur mit dem Apple-Betriebssystem. Nach Aussage von Jobs hat Safari einen Marktanteil bei Internet-Zugangsprogrammen von 4,9 Prozent, Microsofts Internet-Explorer komme auf 78 Prozent, Firefox auf 15 Prozent. "Wir wollen, dass der Marktanteil von Safari deutlich wächst", sagte Jobs am Montag.

Marktbeobachter halten die Öffnung des neuen iPhones für externe Entwickler für einen klugen Schachzug. "Es gibt so viele Mac-Entwickler, die begeisterte Unterstützer des iPhones werden könnten, wenn sie nur gelassen würden", sagt Guy Kawasaki, Gründer von Garage.com, einer Unternehmensberatung für Technologie-Start-ups. "Es wäre Wahnsinn, sie nicht Applikationen entwickeln zu lassen."

Die Zeit drängt: Der US-Marktstart für das erste Handy der Kalifornier ist für den 29. Juni vorgesehen, nach Europa soll es Ende des Jahres kommen. Jobs hat für das iPhone ehrgeizige Ziele gesetzt: 2008 sollen bereits zehn Millionen verkauft werden, so dass Apple ein Prozent des Weltmarktes kontrollieren würde. In Zukunft soll die Mobilfunksparte dann zum dritten Standbein aufgebaut werden. Mit Mac-Computern und iPod-Musikplayern setzt das Unternehmen jeweils etwa zehn Mrd. Dollar jährlich um.

Der Erfolg der aktuellen Produkte und die optimistische Bewertung des iPhones haben sich auch im Aktienkurs niedergeschlagen. Vergangenen Monat kletterte der Marktwert von Apple erstmals über die Marke von 100 Mrd. Dollar. Seit Jobs am 9. Januar das iPhone ankündigte, hat sich die Aktie um 46 Prozent verteuert. Vergangene Woche erreichte sie bei 127,61 Dollar ein Allzeithoch.

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