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SAP fährt mit starkem USA-Geschäft Ergebnis hoch

Europas führender Softwarekonzern SAP ist durch ein starkes USA-Geschäft mit einem zweistelligen Umsatz- und Ergebnisplus ins Geschäftsjahr 2005 gestartet. Der Weltmarktführer für Unternehmenssoftware stellte im ersten Quartal rund 1 000 neue Mitarbeiter ein, davon mehr als 130 in Deutschland.

dpa WALLDORF. Europas führender Softwarekonzern SAP ist durch ein starkes USA-Geschäft mit einem zweistelligen Umsatz- und Ergebnisplus ins Geschäftsjahr 2005 gestartet. Der Weltmarktführer für Unternehmenssoftware stellte im ersten Quartal rund 1 000 neue Mitarbeiter ein, davon mehr als 130 in Deutschland.

SAP-Chef Henning Kagermann bekräftigte am Donnerstag in Walldorf den Ausblick für das Gesamtjahr, den Softwarelizenz-Umsatz um bis zu zwölf Prozent hochzufahren und weltweit 3 000 neue Arbeitsplätze zu schaffen, 600 davon auf dem heimischen Markt.

Das weltweit drittgrößte Softwarehaus baute seinen Umsatz im ersten Quartal im Vergleich zum Vorjahr um elf Prozent auf 1,7 Mrd. Euro aus. Das Ergebnis nach Steuern habe bei 254 Mill. Euro (plus elf Prozent) gelegen, teilte SAP mit. Die Softwarelizenz-Erlöse seien um 17 Prozent auf 434 Mill. Euro gestiegen. Die SAP-Aktien stiegen nach den Quartalszahlen, die über den Erwartungen der Analysten lagen, zeitweise um 4,42 Prozent auf 120,60 Euro an die Spitze des Dax.

Allein in den USA sei der Lizenzumsatz um 27 Prozent auf 131 Mill. Euro angewachsen, sagte Kagermann. Er äußerte sich zuversichtlich, weitere Marktanteile auf dem Heimmarkt der US-Konkurrenten Oracle und Siebel zu gewinnen. In Deutschland gab es im traditionell schwächeren ersten Quartal einen Rückgang um zwei Prozent auf 83 Mill. Euro. Nach Einschätzung des SAP-Chefs wird sich die Entwicklung im Laufe des Geschäftsjahres jedoch wie in 2004 stabilisieren. Die Lizenzerlöse gelten als wichtige Größe, da Folgeeinnahmen durch Wartungs- und Serviceleistungen zu erwarten sind.

„Wir freuen uns über ein weiteres erfolgreiches Quartal“, sagte Kagermann. „Mit diesen Ergebnissen beweist die SAP, wie weit sie sich von anderen Unternehmen in der Softwarebranche abgesetzt hat. Zugleich wird der Abstand noch größer. Wir übertreffen die Ergebnisse unserer Wettbewerber, wir erreichen ein zweistelliges Wachstum bei den Softwarelizenzen und wir gewinnen Quartal für Quartal Marktanteile.“

Bei den weltweiten Marktanteilen konnte das Walldorfer Unternehmen im ersten Quartal zu den drei großen Konkurrenten Microsoft, Oracle und Siebel nach Angaben von Kagermann weiter Boden gutmachen. Gemessen an den Softwarelizenzumsätzen habe der Marktanteil im ersten Quartal bei 58 Prozent nach 54 Prozent im Vorjahr gelegen. SAP hat nach dem ersten Quartal weltweit 33 200 Mitarbeiter. In Deutschland sind es mehr als 14 100.

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