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SAP greift Anbieter von Analysesoftware an

Europas größter Softwarekonzern SAP will sein Angebot von Analysesoftware ausbauen und damit Nischenanbieter unter Druck setzen. SAP-Vorstandsmitglied Peter Zencke schloss dafür auch Zukäufe nicht aus: „Wir sehen uns Spezialanbieter an“, sagte Zencke der „Financial Times Deutschland“.

dpa HAMBURG. Europas größter Softwarekonzern SAP will sein Angebot von Analysesoftware ausbauen und damit Nischenanbieter unter Druck setzen. SAP-Vorstandsmitglied Peter Zencke schloss dafür auch Zukäufe nicht aus: „Wir sehen uns Spezialanbieter an“, sagte Zencke der „Financial Times Deutschland“.

Im kommenden Jahr werde SAP neue Produkte liefern, sagte Zencke. „Das wird darauf hinaus laufen, dass Spezialanbieter Schwierigkeiten haben werden.“

Ein stärkeres Engagement von SAP im Geschäft mit Analysesoftware könnte den Markt für Programme zur so genannten Business Intelligence (BI) durcheinander wirbeln, schreibt die Zeitung. Mit BI-Programmen filtern Konzerne aus ihren Datenbergen etwa wichtige Informationen zu täglichen Verkaufszahlen oder ihrem Lagerbestand aus verschiedenen Systemen. Die Informationen sind dann für Manager jederzeit und auf aktuellem Stand zugänglich.

Im BI-Markt ist derzeit Business Objects aus Frankreich Marktführer mit einem Anteil von 28 Prozent, vor SAS aus den USA und Cognos aus Kanada. Als SAP in der Vergangenheit in andere Softwaresegmente einstieg, schaffte es der Konzern innerhalb weniger Jahre zur Marktführerschaft. Im vergangenen Jahr betrug der Umsatz mit BI-Programmen laut Marktforschungsfirma Gartner 1,6 Mrd. Dollar.

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