Satellit als DSL-Alternative
Noch jede Menge weiße Flecken

In den 90er-Jahren hat die Deutsche Telekom in Ostdeutschland das modernste Glasfasernetz der Welt gebaut. Die Freude über die Hightech-Kabel währte allerdings nicht lange.

HB DÜSSELDORF. Bei Anbruch des DSL-Zeitalters sah das neue Netz plötzlich alt aus. Zwar sind technisch auch DSL-Verbindungen über Glasfaser möglich. Da es weniger verbreitet ist als das altmodische Kupferkabel, sind die Kosten jedoch höher und die damit verbundenen Produkte somit wesentlich teurer.

Die Glasfasergebiete in Ostdeutschland sind nicht die einzigen weißen Flecken auf der DSL-Landkarte Deutschlands. „Auch im Westen gibt es Ortschaften, die nicht an das erdgebundene DSL-Netz angeschlossen sind“, berichtet Maria Dehmer, Pressereferentin von Teles Sky DSL . Selbst in Städten mit DSL-Netz kommt es vor, dass Interessenten keinen Breitband-Anschluss erhalten, wenn der Hauptverteiler in der Nachbarschaft ausgelastet ist und der Anbieter es nicht als lohnenswert erachtet, einen zusätzlichen Hauptverteiler einzurichten. Insgesamt sind mehrere Millionen Haushalte nicht an das DSL-Netz angeschlossen, berichtet der Breitbandatlas des Bundeswirtschaftsministeriums.

Wer dennoch schnell surfen möchte, kann Breitbandinternet via Satellit wählen. Marktführer bei dieser Technik ist in Deutschland Teles. Deren Produkt Sky DSL hat eine Download-Geschwindigkeit von bis zu 24 Megabit pro Sekunde. Die Preise beginnen bei 10 Euro monatlich, eine Flatrate für die 16 Megabit-Variante kostet 29,90 Euro. Der Haken: Da per Satellit nur Herunterladen möglich ist, nicht aber Senden, muss der Nutzer für den Upload gleichzeitig eine Verbindung über das Telefonnetz herstellen, die zusätzlich kostet.

Auch die Deutsche Telekom bietet Satelliten-Breitband, das mit 768 Kilobit pro Sekunde allerdings langsamer ist als Teles. Bei der Telekom kostet der Downstream monatlich je nach Volumen 19,90 bis 39,90 Euro plus 99 Euro einmalige Einrichtungsgebühr. Neue Technologien könnten bald auch schnellen Upstream ermöglichen. Dazu zählen Wimax und der UMTS-Mobilfunk, dessen Datenübertragungsraten demnächst noch steigen sollen.

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