Satellitennavigation Neuer Chip für genauere Ortung per Mobilgerät

Die Navigation per Mobilgerät ist oft nicht so genau, wie sich der Nutzer das wünscht, gerade in Städten, wo das Signal von Häusern reflektiert wird. Ein neuer Chip soll die Positionsbestimmung deutlich verbessern.
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Der neue Chip soll die Navigation per Mobilgerät deutlich verbessern. Quelle: dpa
Bessere Navigation

Der neue Chip soll die Navigation per Mobilgerät deutlich verbessern.

(Foto: dpa)

BerlinJetzt abbiegen, signalisiert die Navigations-App auf dem Tablet. Leider zu spät – der Abzweig ist gerade vorbei. Wer mit Mobiltelefon oder Tablet navigiert, kennt das. Die Ortung ist gerade in Städten oft nicht genau genug. Das will der US-Chiphersteller Broadcom ändern.

Auf der Konferenz ION GNSS+ stellt Broadcom den Chip BCM47755 vor, mit dem sich die Position auf etwa 30 Zentimeter genau bestimmen lassen soll, und zwar auch in engen Gassen zwischen hohen Gebäuden. Zudem soll er weniger Leistung aufnehmen als heutige GPS-Chips.

BCM47755 verarbeitet Signale aller derzeit verfügbaren Satellitennavigationssysteme: die des europäischen Galileo, des US-Systems GPS, des russischen Glonass, des chinesischen Beidou und des japanischen QZSS. Das allein macht aber noch nicht die Genauigkeit aus. Der Chip empfängt nicht nur das herkömmliche L1-Signal sondern auch das L5-Signal.

Diese Gadgets erleichtern Ihnen die Arbeit auf Reisen
Tisch statt Touchscreen
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Wer seinem Geschäftskunden künftig eine Präsentation zeigen will, muss dies nicht mehr unbedingt auf einem Tablet tun: Ein batteriebetriebener Projektor von Xperia ist in der Lage, die Bilder auf einen Tisch oder eine Wand zu werfen. Der Nutzer hat anschließend die Möglichkeit, mit Wisch- und Tipp-Gesten die Bilder zu bearbeiten. Mit HDMI, Bluetooth, USB, NFC und WLAN stellt er dabei die Verbindung sicher.

Quelle: Das Fachmagazin Creditreform hat sieben Gadgets zusammengestellt, die Entscheidern auf Reisen die Arbeit erleichtern.

Komplett kabellos
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Viele Bluetooth-Headsets für Smartphones und MP3-Player sind zwar schon kabellos. Für Akku und Steuerungstechnik sind dann aber doch Bügel oder Kabel zwischen den beiden Lautsprechern notwendig. Das soll nun durch die neue Moto-Verve-Ones-Serie von Motorola vorbei sein: Der Nutzer steckt sich die In-Ear-Kopfhörer unabhängig voneinander in die Ohren und kann wegen eines integrierten Mikrofons damit telefonieren. Zudem ist das Produkt kompatibel mit den Sprachassistenten Siri und Google Now. Akku-Laufzeit: bis zu acht Stunden.

Geordnet laden
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Schluss mit dem Kabelchaos, wenn verschiedene Geräte gleichzeitig geladen werden sollen: Mit dem 5-Port-USB-Charging-Station-Dock von Satechi lassen sich bis zu fünf Geräte gleichzeitig aufladen – und zwar nebeneinander ordentlich angeordnet.

Keyboard für mehrere Geräte
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Eine Tastatur für mehrere Geräte – das ist das Multi Device Wireless Keyboard K780 von Logitech. Es lässt sich mit bis zu drei Mobilgeräten verbinden. Der Nutzer steckt sie an der Oberseite des Keyboards ein und kann beim Schreiben zwischen ihnen wechseln. Auf welchem Gerät die getippten Buchstaben und Ziffern erscheinen sollen, entscheidet der Nutzer mit einer Spezialtaste.

Heiliger Graal
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Vier in einem: Netbook, Tablet, Smartphone und eine 3D-fähige Kamera. Das ist das Graalphone des gleichnamigen französischen Herstellers. Wird das Sieben-Zoll-Display aufgeklappt, kommt darunter eine vollständige Tastatur zum Vorschein – und das Netzbook mit Windows 10 ist einsatzbereit. Wenn der Nutzer das Display um 180 Grad nach hinten klappt, wird aus dem Gerät ein Tablet. Im Gehäuse ist ein Fünf-Zoll-Smartphone eingeschoben, das unter Android läuft. Wenn der Nutzer es mit der Kamera kombiniert, ist er in der Lage, 3D-Aufnahmen zu machen.

Robustes Tablet
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Selbst bei widrigen Bedingungen wie Wasser und Staub macht das Toughbook CF-33 laut Panasonic nicht schlapp. Dockt man das Zwölf-Zoll-Display an seine Hülle, soll es Stürze aus bis zu 1,80 Meter Höhe überstehen. Gleich zwei Akkus garantieren, dass unterwegs der Strom nicht ausgeht.

Kleiner Speicherriese
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Die Micro-SD-Karte gibt es schon lange. Neu ist, dass sie bis zu 256 Gigabyte speichern kann, wie die Evo Plus von Samsung. Sie ist wasserdicht, bis zu 85 Grad hitzebeständig und – vor allem für Flugreisende wichtig – gegen Röntgenstrahlungen und Magnetfelder abgeschirmt.

Das L5-Signal ist in Städten weniger anfällig gegen Störungen. Ein Satellitensignal kann durch Häuser reflektiert werden. Das Originalsignal und die reflektieren Signale erreichen den Empfänger zu unterschiedlichen Zeiten und überlappen sich zu einem größeren Fleck. Der Empfänger versucht zwar das Signal zu korrigieren, aber meist wird die Positionsbestimmung ungenau.

Das L5-Signal hingegen ist kürzer. Das bedeutet, dass der Empfänger das erste Signal, das ihn auf direktem Weg erreicht, registriert und alle weiteren, die danach eintreffen, ignoriert.

Gedacht ist das L5-Signal eigentlich für sogenannte Safety-of-Life-Dienste. Dazu gehört etwa die zivile Luftfahrt. Bei der Einführung von L5 in das US-System GPS gab es Probleme: Es störte die normalen GPS-Signale. BCM47755 ist der erste L5-fähige Chip für den Massenmarkt. Die ersten Geräte mit dem Chip sollen im kommenden Jahr auf den Markt kommen.

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