Schädling verseucht Handys: SMS-Trojaner treibt Telefonrechnung

Schädling verseucht Handys
SMS-Trojaner treibt Telefonrechnung

hiz DÜSSELDORF. Die Virenjäger von McAfee und den Kaspersky Labs haben einen Handytrojaner entdeckt, der die Telefonrechnung des Anwenders extrem in die Höhe treiben kann. Derzeit kursiert allerdings nur eine Variante, die in russischen Mobilfunknetzen aktiv ist.

Der Trojaner J2ME/RedBrowser.A oder Trojan-SMS.J2ME.RedBrowser.a wird, als Java Applet getarnt, massenhaft via SMS-Link an Nutzer von Premiumdiensten verschickt. Er versucht die betroffenen Mobile-Anwender zum Aufruf von WAP-Internet-Seiten zu verleiten. Zielscheibe von Redbrowser.a sind aktuell Kunden der größten russischen Mobilfunkanbieter MTS, Beeline und Megafon. Die unbemerkt verschickten SMS schlagen mit jeweils drei bis fünf Euro zu Buche. Das stellt der Betroffene allerdings erst mit der Telefonrechnung des darauf folgenden Monats fest.

Bedroht sind nach den bisher vorliegenden Erkenntnissen die mobilen Geräte vom Typ Nokia 6681 (Symbian OS v8.0a; Series 60 2nd Edition, Feature Pack 2/Firmware 3.10.6), Sony-Ericsson P900, W800i, Blackberry 8700c und Motorola V60.

Redbrowser ist eine Java-Applikation im JAR-Format. Die Datei hat eine Größe von 54 482 Byte und kann den Namen "redbrowser.jar" tragen. Zu Verbreitung nutzt der der Trojaner die „klassischen“ Übermittlungswege via Internet, Bluetooth-Anbindung oder direkt von einem PC aus. Die Experten attestieren der neuen Malware einen hohen Grad an krimineller Energie trotz bisher nicht festgestellter materieller Schäden. Obwohl der Virus derzeit nur in russischen Netzen aktiv sein kann, sehen die Fachleute zukünftige Bedrohungen durch die Möglichkeiten, die Java-Applikationen auf intelligenten Telefonen haben. Die Experten rufen alle Mobiltelefon-Kunden auf, umsichtig zu handeln und keine unbekannten Anwendungen und Programme aus dem Internet herunterzuladen.

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