Schlicht, aber leistungsstark Gaming-Laptops wandeln sich

Spielen am Laptop wird immer relevanter. Laut einer Studie nutzen 78 Prozent der Gamer einen Laptop zum Zocken. Und so werfen die Hersteller immer mehr Gaming-Modelle auf den Markt und hoffen auf kaufkräftige Spieler.
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Beliebte Plattform: Einer Bitkom-Studie zufolge zocken 78 Prozent der Gamer am Laptop. Quelle: dpa
Spielen am Laptop

Beliebte Plattform: Einer Bitkom-Studie zufolge zocken 78 Prozent der Gamer am Laptop.

(Foto: dpa)

Der Acer Predator 21 X ist ein bizarrer Laptop, unglaublich schwer und unglaublich teuer: Er bietet zwei Top-Grafikkarten, einen Intel-Core-i7-Prozessor und 64 Gigabyte (GB) Arbeitsspeicher. Er hat einen 21 Zoll großen, gebogenen Bildschirm, wiegt etwa neun Kilogramm und wird mit eigenem Rollkoffer geliefert, der bei einem Flug nicht einmal als Handgepäck durchgeht. Und das alles bei einem Kleinwagen-Preisniveau von 10.000 Euro.

Der Hersteller will damit zeigen, was er theoretisch in ein mobiles Gerät packen kann - nämlich einen top ausgestatteten Gaming-PC. Sich damit allerdings in den Zug oder ein Café zu setzen, erscheint durchaus mutig. Denn allein die mechanische Tastatur klappert so laut, dass sich sowieso schon eingeengte Sitznachbarn auch noch akustisch belästigt fühlen würden. Kurzum: Dieser Gaming-Laptop ist in jeder Hinsicht übertrieben.

Spiele-Nachschub für den Herbst
Assassin's Creed - Origins
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Einer Dauergast auf der E3 ist Ubisofts Historien-Serie „Assassin's Creed”. 2016 nahm sich die Serie jedoch eine kreative Auszeit, zu durchwachsen waren die Reaktionen auf die jüngsten Episoden „Unity” und „Syndicate”. Am 27. Oktober kehrt die Reihe mit „Assassin's Creed Origins” jedoch umso schwungvoller zurück - mit mehr Rollenspielelementen inklusive Ausrüstung zum Sammeln, einer riesigen Spielwelt und dem antiken Ägypten als neuem Szenario.

Star Wars Battlefront 2
2 von 15

Spektakuläre Massenschlachten: „Star Wars Battlefront 2” (Electronic Arts, 17. November) will im Vergleich zum ersten Teil vor allem mehr bieten: also mehr „Star Wars”-Helden, mehr Welten und Hintergründe für seine Massenschlachten, mehr Spektakel und mehr Abwechslung.

Mittelerde: Schatten des Krieges
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„Mittelerde: Mordors Schatten” war 2015 ein Überraschungserfolg, was aber weniger an der höchstens ordentlichen Schwertkampf-Action lag, sondern eher am ungewöhnlichen Nemesis-System: Aus namenlosen Orks wurden damit echte Charaktere, die der Spieler wahlweise bekämpfen oder auf seine Seite ziehen konnte.

Eine tolle Idee mit viel Potenzial - kein Wunder, dass dieses System im Nachfolger „Schatten des Krieges” (Warner Bros.) ganz und gar im Mittelpunkt steht. Hier kann der Spieler jetzt ganze Armeen aus Orks aufstellen und damit Krieg gegen den bösen Sauron und seine Diener führen. Los geht es am 10. Oktober.

Before the Storm
4 von 15

Ein weiterer Überraschungserfolg, der nun seine wohlverdiente Fortsetzung bekommt, ist das interaktive Teenie-Drama „Life is Strange” von Square Enix. Der Dreiteiler „Before the Storm”, dessen erste Episode am 31. August auf den Markt kommt, setzt aber nicht einfach die Handlung fort, sondern erzählt die Vorgeschichte.

Tacoma
5 von 15

Mit Teenager-Weltschmerz wurde 2013 auch „Gone Home” zum Fan- und Kritikerliebling. Danach war es lange still um die Entwickler von Fullbright. Am 2. August erscheint mit „Tacoma” jetzt endlich ihr nächstes Spiel. Erneut muss der Spieler darin aus der Egoperspektive die Geheimnisse eines verlassenen Orts aufdecken, damit hören die Gemeinsamkeiten aber auch schon wieder auf. Denn „Tacoma” ist kein Familiendrama, sondern echte Science Fiction - und sein Schauplatz kein Einfamilienhaus, sondern eine Raumstation.

Forza Motorsport 7
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Neue Pixelpracht: Forza Motorsport 7 (erscheint Anfang Oktober) bietet die übliche Raserei mit Luxusautos und Rennwagen - auf Microsofts neuer Xbox One X zum ersten Mal in Ultra HD.

Call of Duty
7 von 15

Zurück zu den Wurzeln: Das neue Call of Duty spielt nicht mehr in der Zukunft, sondern im Zweiten Weltkrieg. Das Spiel kommt Anfang November auf den Markt.

Doch grundsätzlich wird das Spielen am Laptop immer relevanter. Laut einer Studie des IT-Branchenverbands Bitkom vom August 2016 nehmen Laptops den zweiten Rang bei den beliebtesten Spiele-Plattformen ein. 78 Prozent der Befragten nutzen einen Laptop zum Zocken, der stationäre PC - obwohl günstiger und leichter aufzurüsten - liegt mit 67 Prozent dahinter. Den ersten Platz belegt das Smartphone mit 85 Prozent.

Von den Notebook-Spielern werden aber nicht alle spezielle Gaming-Laptops nutzen. Für das vor allem bei Jugendlichen beliebte „Minecraft” oder für ältere Spiele reicht auch ein schwächeres System. Trotzdem werfen die Hersteller immer mehr dezidierte Gaming-Modelle auf den Markt - und hoffen auf kaufkräftige Spieler.

Da Zocken als Freizeitbeschäftigung immer mehr in der Mitte der Gesellschaft ankommt, sehen viele Gaming-Notebooks mittlerweile unauffälliger aus. Während Modelle wie der Predator 21 X oder auch ein Alienware 17 extra futuristisch und ausladend daherkommen, gibt es mit dem Razer Blade oder dem HP Omen leistungsstarke wie schlichte Laptops, die nicht so viel wie ein Kleinwagen kosten.

Die günstigsten Gaming-Laptops gibt es schon für rund 1000 Euro, sagt Manuel Christa von der Fachzeitschrift „PC Games Hardware”. Preislich nicht übertriebene Top-Modelle liegen bei 2500 bis 3000 Euro - damit könne man die nächsten drei Jahre unbesorgt aktuelle Titel spielen.

Laute Lüftung
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