Schlüsseltechnologien werden nur noch mit Verzögerung abgegeben
Panasonic wird extrem vorsichtig

Der japanische High-Tech-Konzern Panasonic wird neue Technologien nur noch mit Verzögerung an ausländische Wettbewerber abgeben.

HB DÜSSELDORF. "Wir müssen Schlüsseltechnologien besser schützen", sagte Panasonic-Präsident Fumio Ohtsubo im Gespräch mit dem Handelsblatt (Dienstagausgabe). Das gelte speziell für die neue Videotechnik Blu-Ray für hochauflösendes Video in Kinoqualität.

Schwere Fehler in der Lizenzierungspolitik, namentlich bei der DVD-Technologie, hätten in der Vergangenheit zu dramatischen Preiseinbrüchen geführt, erklärte Ohtsubo. Vor diesem Hintergrund fürchtet er auch, dass der kommende neue DVD-Standard schnell in asiatischen Billiglohnländern nachgebaut werden könnte - mit der Folge starker Preiseinbrüche. Hochauflösendes Fernsehen, wesentlich einfacher zu bedienende Geräte und der Verkauf digitaler Inhalte werden nach Ansicht von Ohtsubo, der am Freitag (2. September) die Internationale Funkausstellung in Berlin eröffnet, die großen Trends in der Konsumelektronik sein.

Besonders ältere Menschen verlangten bereits heute nach deutlich bedienungsfreundlicheren Geräten. Damit werde sich die Konsumelektronik auch von den Computerherstellern absetzen, die heute versuchten, in diesen Markt einzusteigen. Panasonic gehört zur japanischen Matsushita-Gruppe, dem weltgrößten Hersteller von Haushalts- und Unterhaltungselektronik. Matsushita Electrical Industrial setzt weltweit umgerechnet rund 65 Milliarden Euro um.

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