Schnelles Funknetz für Weißrussland
Stromableser kommt drahtlos

Auch im weitläufigen Weißrussland müssen Strom-, Wasser- und Gaszähler abgelesen werden. Der Ableser kommt allerdings demnächst in manchen Teilen drahtlos ins Haus.

hiz DÜSSELDORF. In Weißrussland wird die Siemens AG ein breitbandiges Funknetz für die Erfassung der Daten von Verbrauchszählern installieren. Damit kann künftig der staatliche Telekommunikationsanbieter Best per Funk den Verbrauch an Strom, Gas und Wasser ablesen und an eine zentrale Abrechnungsstelle senden.

Basieren wird das System auf der so genannten WiMAX-Technik (Worldwide Interoperability for Microwave Access), eine standardisierte Funktechnologie für schnelle Breitbandanschlüsse, die auch drahtloses Surfen im Internet mit DSL-Geschwindigkeit erlaubt. Fest- und Mobilnetzbetreiber können mit WiMAX die so genannte "letzte Meile" überbrücken, wenn sie drahtlose DSL-Services in abgelegenen Gebieten zur Verfügung stellen wollen, in denen der Service über Kabel oder Glasfaser schwierig oder unwirtschaftlich ist. Unter Idealbedingungen schafft WiMAX eine Übertragungsgeschwindigkeit von 75 Megabit pro Sekunde bei einer Reichweite von bis zu 40 Kilometern. Zum Betrieb brauchen der Betreiber eine Basisstation und der Nutzer ein Modem. Um eine Stadt mit etwa 100 000 Einwohnern abzudecken, wären rund 15 Basisstationen notwendig.

Über so ein Funknetz sollen ab Ende 2005 in Belarus, einem Teil Weißrusslands, die Verbrauchsdaten der Haushalte abgerechnet werden. Die von den Messgeräten ermittelten Daten werden dazu über das WiMAX-Modem an die Basisstation des Netzbetreibers gesendet und dort erfasst.

Da über das Modem auch der Internet-Zugang möglich ist, gibt es eine Initiative, die möglichst vielen Einwohnern Zugang zum Internet verschaffen soll.

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