Sechs Bewerber
Rennen um deutsche Wimax-Frequenzen

Sechs Unternehmen bewerben sich nach Angaben der Bundesnetzagentur um die Zulassung zum Versteigerungsverfahren von Frequenzen für funkgestützte Breitbandmärkte, einem schnellen drahtlosen Internetzugang.

dpa BONN. Drei Unternehmen hätten Zuteilungen für die „Broadband Wireless Access-Anwendungen“ (BWA) bundesweit beantragt, sagte der Präsident der Bundesnetzagentur, Matthias Kurth, am Freitag in Bonn. Die anderen Unternehmen planten die regionale Vermarktung von Breitbandanschlüssen. Ziel der Frequenzzuteilung ist unter anderem eine bessere Versorgung des Verbrauchers in der Fläche mit Breitbandanschlüssen. Die Versteigerung soll am 12. Dezember bei der Bundesnetzagentur in Mainz beginnen.

Festnetzbetreiber, Mobilfunknetzbetreiber und Kabelnetzbetreiber haben sich Kurth zufolge nicht beworben. Einige der Bewerber seien „Newcomer“, für die der Markt für funkgestützte Breitbandanschlüsse in Deutschland interessant sei.

BWA ist auch bekannt unter der Bezeichnung Wimax. Diese Funktechnik galt lange Zeit als nächster Wachstumsmotor für Telekomkonzerne. Doch die Unternehmen setzen inzwischen auf die bewährten Technologien DSL und UMTS, um ihren Kunden die schnelle Übertragung von Daten zu ermöglichen. Experten räumen Wimax nur noch ein „Nischendasein“ ein.

Das Interesse an der Frequenz-Versteigerung ist daher merklich abgekühlt - und schon gar nicht mit der spektakulären UMTS-Auktion aus dem Jahr 2000 vergleichbar, als es um Milliardenbeträge ging. Zu vergeben sind in der Versteigerung je vier Frequenzblöcke in 28 Regionen. Antrieben wird die Verbreitung der neuen Funktechnik vor allem vom amerikanischen Chiphersteller Intel, der sich vom Verkauf Wimax-fähiger Chips üppige Einnahmen verspricht.

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