Second Life: Virtuelles Wunderland

Second Life
Virtuelles Wunderland

Mittlerweile sind 11,7 Mill. Menschen registriert, mehr als 500 000 davon melden sich nach Betreiberangaben pro Monat tatsächlich an und verbringen durchschnittlich 29 Stunden online. Damit ist „Second Life“ nicht entvölkert, aber auch längst nicht so groß wie etwa die sozialen Netzwerke StudiVZ und Facebook mit Mill. aktiver Nutzer. Immerhin: Betreiber Linden Lab arbeitet nach eigenen Angaben mit seinen 250 Beschäftigten profitabel.

Für viele ist die Plattform längst mehr als ein Spiel - Universitäten und Unternehmen, Künstler und Kreative haben sie entdeckt. Christoph Lattemann von der Universität Potsdam lädt beispielsweise ein zum Online-Seminar „E-Commerce in virtuellen Welten“ - E-Learning an der Hochschule. Die Avatare der Studenten sitzen auf einer Treppe, während zwei Kommilitonen eine Präsentation halten. Danach wird diskutiert, dank Sprachfunktion der Software in Echtzeit. „Bei den Studenten kommt die Veranstaltung gut an“, sagt der Dozent.

Zahlreiche Unternehmen und Organisationen nutzen die Plattform fürs Marketing - Geld verdienen sie damit aber nicht. „Im Moment sind wir in einem Experimentierstadium“, sagt Manfred Heinze, dessen Agentur TextLab PR-Konzepte für „Second Life“ entwickelt und die größte deutsche Kolonie „Apfelland“ mitträgt. Die bisherigen Aktivitäten seien trotzdem keine Geldverschwendung, sondern wichtige Erfahrungen. Denn 3D-Welten böten im Vergleich zum Internet echten Zusatznutzen: „Wer sich für ein Auto interessiert, setzt sich rein und guckt, wie das Armaturenbrett aussieht“, nennt er ein Beispiel.

Das Internet wird mehr und mehr zu einer virtuellen Welt, da sind sich die Experten sicher. „Es kann sein, dass die Plattform „Second Life' irgendwann tot ist - die Idee dahinter wird sich durchsetzen“, ist Lattemann überzeugt.

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