Semantische Suche
Wie Forscher Suchmaschinen intelligent machen wollen

Noch ist Google unbestrittener Marktführer bei den Websuchmaschinen. Doch Wissenschaftler arbeiten ein einer neuen Generation intelligenter Suchsysteme, die dem Giganten gefährlich werden könnten.
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DüsseldorfGoogle ist heute bei der Websuche allgegenwärtig. Dabei ist die Suchtechnologie, die der Internet-Riese einsetzt, vom Prinzip her sehr simpel: Gefunden werden Websites dann, wenn Wörter oder Satzteile aus der Suchanfrage darin vorkommen. Was Google groß machte, ist die Einschätzung der Relevanz von Suchergebnissen.

Was die Suchmaschine dabei aber nicht erfasst, ist der Sinn der Texte, die sie indiziert. Scannt sie beispielsweise den Satz: „Die USA importieren viele Seltene Erden aus China“, ist Google nicht klar, dass dies automatisch bedeutet, dass China viele Seltene Erden in die USA exportieren. Daher würde ein Nutzer den Text mit der Suchanfrage „Was exportiert China in die USA?“ nicht finden.

In solche Bedeutungsdimensionen der menschlichen Sprache dringen heutige Websuchmaschinen noch nicht vor. So kann das Wort „studieren“ je nach Zusammenhang ganz verschiedene Bedeutungen haben. Man kann einen Fahrplan ebenso studieren wie ein Studienfach – in beiden Fällen hat das Wort eine gänzlich andere Bedeutung. Auch das Wort „Fasching“ bezeichnet nicht nur den Brauch, sondern kann auch ein Nachname sein. Google und alle anderen populären Websuchmaschinen bleiben für solche Feinheiten blind.

Dass Google-Nutzer im Web dennoch so häufig fündig werden, liegt vor allem an der schieren Fülle der Webinhalte. Allein die Menge an Informationen im Web sorgt dafür, dass in vielen Fällen eine Formulierung gefunden wird, die der des Suchenden ähnelt. Doch bei speziellen Informationen und kleineren Datenbeständen funktioniert das nicht mehr.

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