Sender bereiten sich auf HDTV vor
Das Fernsehen flimmert weiter

Für das Wort " Flimmerkiste" wird es wohl bald keine Berechtigung mehr geben: High Definition Television (HDTV), zu deutsch: hochauflösendes Fernsehen, heißt der Trend, der gestochen scharfe Bilder und eine enorme Tiefenschärfe verspricht.

DÜSSELDORF. Für Premiere-Chef Georg Kofler ist HDTV "die wichtigste TV-Innovation seit der Einführung des Farbfernsehens". Doch noch ist das alles eher Zukunftsmusik, denn bislang werden nicht allzu viele Sendungen in der neuen Technik ausgestrahlt.

Pro Sieben Sat1 bietet zwar seit Oktober 2005 zwei HD-Kanäle. Doch gerade einmal eine Handvoll Sendungen - wie beispielsweise einige Hollywood-Blockbuster oder amerikanische Serien wie "Lost" oder "Greys Ananatomy" - werden in echter HD-Qualität gezeigt Der überwiegende Teil der Ausstrahlungen ist vom originalen PAL-Signal hochskaliertes Material.

Laut Senderangaben wurde im vergangenen Jahr mehr als 200 Stunden "echtes" HD-Material in der Primetime ausgestrahlt, das entspricht rund 15 Prozent - Tendenz steigend. Künftig soll es auch bei eigenproduzierten Formaten mehr und mehr zum Tragen kommen - innerhalb bestimmter Grenzen. "Ein kompletter Umstieg auf HD wäre für uns wirtschaftlich nicht sinnvoll, da unsere beiden HD-Kanäle ohne zusätzliche Gebühren ausgestrahlt werden", so Frank Meißner, Director Operations Pro Sieben Sat1.

In dieser Beziehung hat es der Bezahlsender Premiere leichter. Er bietet gegen Zusatzgebühr regelmäßig hochauflösende Programme: Im November schrumpfte das Angebot allerdings von drei auf zwei Kanäle - bei gleichen Inhalten, nämlich Sport und Film sowie Dokumentation. Begründet wird der Schritt mit fehlender Bandbreite im Kabel. Den Abozahlen tut das keinen Abbruch. Im Gegenteil: Da die neue Geschäftspolitik erlaubt, auch einzelne Pakete ohne das Basispaket zu abonnieren, stieg die Zahl der HD-Abonnenten um ein Drittel auf 60 000 zum Jahresende. Und die Reduzierung der Kanäle hat für den Sender gleich noch ein Gutes: Da die Übertragungskosten für HDTV aufgrund der sehr hohen Datenraten fast doppelt so teuer wie bei einem herkömmlichen Kanal sind, lassen sich so auch noch Kosten sparen.

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