Serie: Darüber spricht das Netz
Wenn selbst Unwichtiges wichtig wird

In den USA ist das mit Spannung erwartete iPhone von Apple an den Start gegangen, Zehntausende Internet-Radiostationen blieben am Dienstag still und die Videospiele-Industrie boomt unaufhörlich. Die wichtigsten und spannendsten Diskussionen aus internationalen Blogs und Web-Medien - jeden Woche bei Handelsblatt.com.

DÜSSELDORF. Für die meisten Schlagzeilen der vergangenen Woche sorgte natürlich auch im Internet das iPhone von Apple. Noch bevor es am Freitag in den Verkauf ging, berichteten Tausende Blogs und Web-Medien über jedes noch so unwichtige Detail. Die wichtigsten Fragen beantwortete Farhad Manjoo in seinem lesenswerten Blog-Eintrag "Why the iPhone matters" - unter anderem begründet er darin, warum das iPhone wegen seines Designs bereits jetzt die komplette Mobilfunkindustrie geändert hat. "Engadget" listet unterdessen alle Fakten aus den ersten Testberichten auf und "Gizmodo" stellt den ersten iPhone-Käufer vor, der tagelang vor einem Apple-Stores campierte. Andere findige Leute mit zu viel Zeit haben sogar eine Google-Map produziert, auf der alle iPhone-Verkaufsstellen in den USA verzeichnet sind. Zur Erinnerung: In Deutschland können Kaufwillige erst Ende des Jahres zuschlagen.

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Mit einer ungewöhnlichen Protestaktion demonstrierten Zehntausende amerikanische Internet-Radio-Stationen am Dienstag: Weltbekannte Dienste wie "Pandora", "Rhapsody", "MTV Radio", "Live365.com" und "Yahoo Launch" blieben einfach einen ganzen Tag lang stumm. Grund für die Proteste: Ab Mitte Juli sollen US-Internet-Radios extrem hohe Abgaben zahlen, die das Copyright Royalty Board festgesetzt hat. Die Stationen argumentieren, dass die neuen Abgaben die Einnahmen um ein Vielfaches übersteigen würden. Sollten die hohen Gelder wirklich durchgesetzt werden, so dürften künftig viele Internet-Radiostationen für immer stumm bleiben.

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Die Erfolgsgeschichte der Computer- und Videospiele-Branche ist ja allseits bekannt. Nun wird ein neuer Meilenstein erreicht. Laut der Pricewaterhouse-Coopers-Studie "Global Entertainment and Media Outlook" werden die Umsätze in der Games-Branche weltweit noch in diesem Jahr erstmals die Umsätze der Tonträgerindustrie übertreffen. Wer nun sofort los schreit, das sei ja nur wegen der Musik-Piraterie so, dem sei gesagt, dass es die Computerspielebranche ist, die seit Start vor einigen Jahrzehnten ununterbrochen unter Raubkopien leidet. Für die Musikindustrie ist das ein vergleichsweise neues Phänomen. Der große Unterschied: Die Hersteller von Spielen haben anstatt in Anwälte lieber in die Qualität ihrer Produkte investiert und werden von Käufern in aller Welt dafür belohnt. Laut PwC setzt die Branche im Jahr 2007 eine Summe von 37,5 Milliarden US-Dollar um. Auch das Geschäft mit Werbung in Videospielen wird demnach stark zunehmen. Aus weltweiten 692 Millionen Dollar im Jahr 2006 sollen laut "emarkerter.com" 2011 fast zwei Milliarden Dollar werden. Eine Branche boomt.

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