Server-Technologie
Mehr Leistung fürs Büro

Es gibt heute kaum noch einen Vorgang im Unternehmen, der nicht über Computer abgewickelt wird. Ob es die Reiseplanung, Raumbuchung, die Beantwortung der elektronischen Post oder die Projektsteuerung ist, mit jeder neuen Anwendung und der Anzahl der Mitarbeiter wächst automatisch der Bedarf an Rechenleistung. Daher werden die Computerkapazitäten in den Unternehmen ständig erweitert.

DÜSSELDORF. Mit so genannten Blade-Servern, die wie Bücher im Rechnerschrank untergebracht sind, ist das heute kein Problem mehr. Die neuen Server sparen nicht nur Platz, sondern erleichtern auch die Wartung, weil sie einfach aus dem Regal gezogen werden können. Jedes Modul verfügt über Prozessor, Hauptspeicher, Speicherplatten, Netzwerkcontroller und Betriebssystem. Im Chassis sind sie über ein Steckersystem, dem so genannten Backplane, mit der gemeinsamen Stromversorgung, dem Lüfter, USB-Geräten und weiteren Netzwerkkomponenten verbunden.

„Blade-Strukturen lassen sich einfach erweitern, da die einzelnen Blades im laufenden Betrieb konfiguriert werden können und bei der Installation meist keine Kabel mehr gesteckt werden“, sagt Hans-Jürgen Rehm von IBM. Muss der Server im Unternehmen mehr leisten, wird einfach ein zusätzliches Blade gesteckt.

Weiterer Vorteil: Das Hardwaremodul des Blade-Servers installiert automatisch Betriebssysteme, aktualisiert Software und überwacht permanent die Prozessor-Temperatur und die Lüftergeschwindigkeit. Bei Auffälligkeiten wird der Administrator gewarnt.

Rehm sieht künftig nicht nur eine weitere Miniaturisierung der Server, sondern auch „Selbstheilungsmechanismen“, etwa bei Virenangriffen. Auf einen Nachteil macht allerdings Ulrich Terrahe, Vorstandsmitglied der Schnabel AG, einem Beratungsunternehmen für Rechenzentren, aufmerksam: „Die Technik ist zwar auf dem Vormarsch. Aber durch die kompakte Bauweise und hohe Leistung entsteht viel Wärme, die eine ausgeklügelte Kühlung erfordert.“

Die Analysten des Marktforschungsinstituts Gartner gehen dennoch davon aus, dass der Blade-Server-Markt bis 2009 jährlich durchschnittlich um 30,6 Prozent wachsen wird. Das mag auch daran liegen, dass Blade-Server selbst in kleinen Büros eingesetzt werden können. Derartige Systeme bieten beispielsweise Hewlett-Packard oder Clearcube an. Auf dem Schreibtisch steht dann nur noch ein kleiner Steckplatz mit Anschlüssen für Bildschirm, Tastatur, Maus und andere Endgeräte. Alles weitere erledigen Blade-PCs, die im Rechnerraum untergebracht sind. Die Nutzer dürfte diese Entwicklung freuen: Die Technik spart Platz und verbessert das Büroklima, weil wärmende und lärmende Rechner verschwinden.

Seite 1:

Mehr Leistung fürs Büro

Seite 2:

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%