Serverprobleme
Google entschuldigt sich für Gmail-Ausfall

Google hat sich bei den Nutzern seines E-Mail-Dienstes Gmail entschuldigt. Bei Wartungsarbeiten an einem Teil der Server war es am Dienstagabend zu einem großflächigen Ausfall gekommen, Millionen Nutzer kamen nicht an ihre E-Mails.

HB MOUNTAIN VIEW/HAMBURG. Millionen Menschen in aller Welt konnten nicht an ihre Mails: Der E-Mail-Service der Internet-Suchmaschine Google ist am Dienstagabend mitteleuropäischer Sommerzeit vorübergehend ausgefallen. Für etwa hundert Minuten waren die E-Mails über das Internet nicht erreichbar.

Das Unternehmen entschuldigte sich für mögliche Unannehmlichkeiten bei seinen Kunden. Der breitflächige Ausfall sei durch Wartungsarbeiten ausgelöst worden, die eigentlich Routine seien, hieß es. Am Mittwoch hatte Google die Probleme mit seinem E-Mail-Dienst weitgehend wieder in den Griff bekommen.

Der Dienst habe am Dienstag gegen 22.30 Uhr MESZ wieder voll funktioniert, so das Unternehmen in Mountain View (US-Bundesstaat Kalifornien). „Wir fühlen Euren Schmerz“, schrieb Google-Direktor David Besbris im Blog des Suchmaschinenspezialists.

Google Mail - oder Gmail, wie der Dienst außerhalb Deutschlands heißt - ist weltweit der drittgrößte E-Mail-Dienst nach Yahoo und Microsoft (Hotmail). Bereits im Februar sowie mehrmals im vergangenen Jahr hatte Google mit Ausfällen seines Mail-Dienstes zu kämpfen.

Google-Techniker hatten am Dienstagmorgen pazifischer Zeit (früher Abend MESZ) einen Teil ihrer Mail-Server vom Netz genommen, um neue Updates aufzuspielen. Vermutlich aber hätten die Techniker die Datenmenge unterschätzt, die ironischerweise bei den jüngsten Aktualisierungen für die Service-Stabilität aufgespielt worden waren, erklärte Google-Techniker Ben Treynor im offiziellen Google-Blog. In der Folge seien die Router für die Nutzer-Anfragen blockiert worden. Die überlasteten Router hätten schließlich auch den Rest des Systems lahmgelegt. Um das Problem zu beheben, schloss Google kurzfristig zusätzliche Request-Router an, um die Last der Datenanfragen besser zu verteilen.

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