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Datendienste ändern das Mobilfunk-Geschäft

Bei der Versteigerung der UMTS-Lizenzen im August 2000 wurden mobile Datendienste als das Wachstumsfeld der Mobilfunkanbieter schlechthin proklamiert - mehr als 50 Milliarden Euro wurden für die Lizenzen bezahlt. Heute ist allerorten Ernüchterung eingetreten: Die Lizenzen sind größtenteils abgeschrieben, und die Wachstumserwartungen von damals sind deutlich gesunken.

HB DÜSSELDORF. Zwar ist Deutschland "Daten-champion" in Europa mit einem Umsatzanteil mobiler Datendienste von rund 17 Prozent. Der Großteil hiervon entfällt aber auf die intensive SMS-Nutzung deutscher Mobiltelefonierer. Die restlichen Umsätze, etwa durch T-Zones, Vodafone Live oder i-mode, belaufen sich gerade einmal auf ein bis zwei Prozent der Umsätze eines Mobilfunkunternehmens. Umgerechnet sind dies etwa 30 bis 50 Euro-Cent, die durchschnittlich jeder Kunde pro Monat für den Datenspaß ausgibt.

Für diese ernüchternden Zahlen gibt es mehrere Gründe, das Schlagwort "Usability" erklärt aus Sicht des Kunden einen Großteil der Ursachen: Die Nutzerführung ist meist sehr umständlich, so dass es teilweise lange dauert, Seiten aufzurufen. Hinzu kommt eine prohibitive und vom Kunden nicht nachvollziehbare Preisgestaltung, die eine "Ausprobier"-Phase der unerfahrenen Kunden - und die sind derzeit in der Mehrheit - erfolgreich verhindert. Die positiven Erfahrungen mit breitbandigen Internetdiensten wie DSL (mittlerweile ein Massenmarkt in Deutschland) erhöhen zudem die Erwartungshaltung der Nutzer.

Einzelne Erfolgsmeldungen wie etwa die relativ hohe Nachfrage nach Klingelton-Downloads für rund zwei Euro pro Stück zeigen, dass mobile Datendienste ein ganz eigener Markt sind. Einerseits öffnet dieser Markt Spielräume für individualisierte Nutzungsmöglichkeiten des Handys, und andererseits bietet er interessante Margen für den Anbieter.

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