Sicherheit bei der Fußball-WM
IT-Systeme überwachen den Zutritt

Mit Investitionen in Sicherheitstechnik rüsten sich die Betreiber der Arenen für die Fußball-Weltmeisterschaft. Die Einsatzkräfte kommunizieren über die moderne Dateninfrastruktur, die Zutrittskontrollstellen sind über die Leitungen in den Datenfluss eingebunden.

DÜSSELDORF. Andere IT-Leiter werden ihn beneiden: Bei der Wahl der Technologien durfte Stefan Leibhard reichlich und vom Feinsten nehmen. Leibhard, Geschäftsführer der Münchner Consultinggesellschaft BTD Telekommunikation, ist die Verantwortung für die IT in der Allianz Arena übertragen worden. Zum Konzept des ehrgeizigen Münchner Stadionprojektes gehört, auch beim Datenverkehr Maßstäbe zu setzen: 100 Kilometer Glasfaserkabel, mehr als 130 Kilometer Kupferkabel und 100 W-Lan-Hot-Spots bilden das Datennetz. Voice-over-IP, der Digitalfunkstandard Tetra und die Radio-Frequency-Identification-Technologie (RFID) kommen zum Einsatz. Um in der Informationstechnologie auf dem neuesten Stand zu bleiben, ist ein Job in der Allianz Arena bestens geeignet.

Die moderne IT kommt auch der Sicherheit der Zuschauer zugute. Die Einsatzkräfte kommunizieren über die moderne Dateninfrastruktur, die Zutrittskontrollstellen sind über die Leitungen in den Datenfluss eingebunden. „Das Wichtigste ist unser Backbone“, erklärt IT-Leiter Leibhard zum Datenleitungsnetz. „Ohne dieses würde nichts zusammenlaufen.“

In punkto Sicherheit spielt die RFID-Bestückung der Eintrittskarten eine zentrale Rolle. Jedes Ticket ist über eine Nummer, die mit Hilfe von RFID an ein Lesegerät gesendet werden kann, eindeutig identifizierbar. Nur der rechtmäßige Eigentümer kann mit der Karte das Stadion betreten, dafür sorgen Kontrollen von Personalausweis oder Reisepass. Schwarzmarkt-Handel und Karten-Diebstahl sollen so ausgeschlossen oder wirkungslos werden – nicht zuletzt deshalb, um zu verhindern, dass bekannte Hooligans oder Randalierer Zutritt zum Stadion bekommen. Der Ticketpreis werde durch den RFID-Einsatz nicht beeinflusst.

Für IT-Leiter Leibhard ist indes weniger entscheidend, ob die Tickets mit RFID-Chips oder Barcodes ausgestattet sind. Um den Sicherheits-Auflagen der Fußball-Verbände zu genügen, muss er jederzeit über Informationen verfügen, wie viele Zuschauer bereits in das Stadion eingetreten sind. Die Statuten des Weltfußballverbandes Fifa fordern, dass die Kapazitäten des Zutrittssystems auch ausreichen, wenn die Hälfte der Zuschauer erst eine halbe Stunde vor Spielbeginn die Sportstätte betreten. So soll ein eventuelles Chaos durch zu großen Andrang kurz vor Anpfiff verhindert werden. „Im Normalfall ist das kein Problem. Die Zuschauer werden schon rechtzeitig ins Stadion kommen“, sagt Leibhard.

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