Sicherheit von Industrienetzen
Viren machen auch vor Maschinen nicht Halt

Der Sicherheit von Industrienetzen wird noch zu wenig Beachtung geschenkt – das gilt für drahtgebundene Netze genauso wie für drahtlose. Erste negative Erfahrungen mit Viren führen jedoch jetzt zu einem Umdenken bei den IT-Verantwortlichen in den Unternehmen.

pgl DÜSSELDORF. Generell sind in industriellen Umgebungen die Sicherheitsanforderungen zwar nicht anders als bei einem PC in Büroumgebung – sie dürfen aber weniger in die Abläufe eingreifen. Experten empfehlen deshalb regelbasierte Sicherheitslösungen, die festlegen, welche Updates auf welche Maschinen müssen.

Das hört sich simpel an, ist jedoch in der Praxis nicht so einfach, da die Maschinen häufig mit sehr alter Software laufen. „Ein ständiges Erneuern der Sicherheitssoftware ist nicht möglich, häufig ist es schon schwierig, einen neuen Virenschutz aufzuspielen“, so Angel Jodra, Technical Consultant beim Sicherheitsspezialisten Kaspersky Labs. Auch sind Eingriffe nicht unproblematisch. Denn viele Hersteller zertifizieren ihre Maschinen für die Software eines einzigen Herstellers von Antivirenprogrammen.

Ein Unternehmen, das andere Produkte einsetzt, muss möglicherweise mit unerwünschten Nebenwirkungen wie dem Erlöschen der Garantie rechnen. Einige Hersteller wie Innominate, Checkpoint oder Hirschmann bieten spezielle Lösungen für industrielle Netze an. Diese zeichnen sich durch eine besonders robuste Bauweise aus. Sie sind jedoch nicht für drahtlose Varianten optimiert.

Sicherheit bedeutet aber nicht nur Sicherheit vor Viren, sondern auch die Sicherheit der Menschen an den Maschinen. Das Drahtlos-Gerät „Mobile Panel 277“ von Siemens etwa, das in Hannover erstmals gezeigt wird, bietet zum einen Schutz vor unbefugtem Zugriff. Die Anwender können aber auch Wirkbereiche definieren, in denen eine Maschine bedient werden kann. Damit lässt sich verhindern, dass ein Mitarbeiter der Maschine zu nahe kommt.

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