Sicherheitsbedenken bei Lenovo
Wieder fing Notebook Feuer – neue Rückrufaktion

Das Debakel um die Laptops-Akkus von Sony zieht immer weitere Kreise. Nach Dell und Apple haben jetzt auch Lenovo sowie Fujitsu und Toshiba ein Rückrufprogramm für die mobilen Stromspeicher des japanischen Elektronikriesen gestartet. Immerhin ging erneut ein Notebook in Flammen auf.

HB TOKIO/SAN FRANCISCO. Etwa 526 000 Akkus müssten wegen Feuergefahr ersetzt werden, teilte Lenovo am Donnerstag mit. Der chinesische Hersteller hatte die PC-Sparte von IBM gekauft und dabei den Markennamen Thinkpad übernommen. Lenovo zufolge sind fünf bis zehn Prozent aller zwischen Februar 2005 und September 2006 verkauften Thinkpads betroffen. Für den Kunden sei der Rückruf kostenlos. Sony habe erklärt, den Rückruf finanziell zu unterstützen.

Der Rückruf erfolge nach einem Unfall mit einem brennenden Laptop, so der chinesische Computerhersteller. Aus dem Lenovo Thinkpad T43 seien am 16. September am Flughafen von Los Angeles Rauch und Funken ausgetreten. Es habe keine Verletzten gegeben und die Ursache für den Vorfall sei unklar, betonte ein Sprecher am Montag in Tokio. Ein Sony-Sprecher erklärte, man arbeite in dem Fall mit Lenovo zusammen. Wegen Brandgefahr haben auch Apple und Dell Rückrufaktionen für insgesamt sechs Millionen Sony-Akkus gestartet.

Die japanischen Computerhersteller Fujitsu und Toshiba wollen einem Zeitungsbericht zufolge ebenfalls die Lithium-Ion-Batterien des Herstellers Sony zurückrufen. Fujitsu wolle den Rückruf erst später am Freitag offiziell bekannt geben, sagte ein Sprecher des Unternehmens zur "Nihon Keizai". Die Zeitung schätzt, dass bis zu 1 Millionen Einheiten zurückgerufen werden müssen.

Ein weiterer nicht genannter PC-Hersteller sagte dem Blatt, es sei möglich, dass das Rückrufvolumen des Unternehmens allein ein Ausmaß von mehreren hunderttausend Batterien erreichen könne.

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