Sicherheitslücke erlaubt Zugriff auf Nutzer- und Kreditkarteninformationen
Web.de patzt beim Datenschutz

Durch eine Sicherheitslücke in der Software des Internetportals Web.de konnten nach Informationen des Handelsblatts während der vergangenen Tage Unbefugte Zugang zu Nutzerdaten erhalten. Im Rahmen eines Tests waren bis gestern von beliebigen Computern aus Namen, Adressen, Geburtsdaten und Telefonnummern von E-Mail-Nutzern bei Web.de abrufbar.

HB FRANKFURT. Noch schlimmer konnte es Kunden treffen, die kostenpflichtige Dienste des Internetanbieters in Anspruch nehmen: Bank- und Kreditkarteninformationen waren ohne technische Hilfsmittel ebenso einsehbar wie Listen der bestellten Dienstleistungen.

Web.de hat die Sicherheitslücke auf Anfrage eingeräumt. „Das Loch wurde zwischenzeitlich geschlossen“, sagte eine Unternehmenssprecherin. Der Fehler sei nach einem Upgrade der eingesetzten Software aufgetreten. Wie viele der 18,2 Millionen registrierten Email-Nutzer von Web.de betroffen waren ließ sich nicht eindeutig klären.

Auf die Sicherheitslücke aufmerksam wurde die auf Online-Inkasso spezialisierte Firma Mediafinanz. „Wir haben Web.de am Karfreitag per Fax über die Sicherheitslücke informiert, aber bisher keine Reaktion erhalten“, sagt Maximilian Suermann, Geschäftsführer von Mediafinanz.

Web.de ist nach Angaben des Marktforscher Nielsen Netratings, das nach T-Online am zweithäufigsten benutzte Internetportal. Stärkster Wachstumstreiber sind kostenpflichtige digitale Dienstleistungen, wie abonnierte E-Mail-Dienste, die 2003 knapp die Hälfte des Umsatzes von 32,8 Mill. Euro einspielten.

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