Sicherheitslücke
Experten warnen vor Internet Explorer

Wegen einer Sicherheitslücke beim Internet Explorer hat das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) zu Vorsicht beim Surfen mit dem Microsoft-Browser aufgerufen.

HB FRANKFURT/SAN FRANCISCO. Die Sicherheitsstufe für die Internet-Zone sollte auch "Hoch" gesetzt werden, wodurch die Ausführung von Java-Script deaktiviert werde, rieten das BSI und Microsoft. Das Bundesamt empfahl zudem, den Einsatz von alternativen Browsern zu erwägen, also etwa Firefox oder Opera.

Hintergrund ist eine sogenannte Zero-Day-Sicherheitslücke in dem weitverbreiteten Browser. Sie ist deshalb so tückisch, weil es ausreicht, eine infizierte Webseite aufzurufen um Schadprogrammen unbemerkt auf den Rechner zu lassen. Diese können etwa Passwörter ausspionieren. Bislang wurden vor allem Passwörter für Computerspiele gestohlen, die auf dem Schwarzmarkt verkauft werden könnten.

Nach Angaben des Antivirus-Unternehmens Trend Micro vom Montag sind seit vergangener Woche rund 10 000 Seiten betroffen, die meisten auf chinesisch. Nach Angaben von Microsoft wurden bislang nur Angriffe auf die Version sieben des Internet Explorers registriert, potenziell seien aber die anderen Versionen ebenfalls verwundbar.

Microsoft-Sprecher Thomas Baumgärtner sieht keinen Grund zur Panik. "Wir können keine explosionsartige Ausbreitung des "Zero Day" beobachten", sagte Baumgärtner am Dienstag. Vorerst beschränke sich der Schädling allerdings auf Rechner in China, die er zum Beispiel beim Besuch von Online-Spiele- Seiten im Internet attackiert, sagte Baumgärtner. Nutzer von Microsofts Betriebssystem Vista seien zudem durch mehrere Sicherheitsverfahren geschützt.

Das Software-Unternehmen erklärte, es arbeite mit Hochdruck an einer Lösung und erwäge, die Sicherheitslücke durch einen Patch außerhalb der normalen monatlichen Updates zu schließen. Derzeit sei noch nicht klar, wann ein Sicherheits-Patch zur Verfügung stehen werde, sagte ein Sprecher von Microsoft Deutschland, Thomas Baumgärtner. Auch die führenden Hersteller von Anti-Virensoftware haben bislang noch keinen wirksamen Schutz veröffentlicht.

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