Sicherheitsproblem FBI verzweifelt an Handy-Verschlüsselungen

Das FBI scheitert immer häufiger daran, die Verschlüsselung von Handys und Computern zu umgehen. Behördenchef Christopher Wray sieht darin ein Problem für die öffentliche Sicherheit.
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Das FBI scheitert regelmäßig daran, auf verschlüsselte Geräte zuzugreifen. Quelle: AP
„Dringendes Problem der öffentlichen Sicherheit”

Das FBI scheitert regelmäßig daran, auf verschlüsselte Geräte zuzugreifen.

(Foto: AP)

New YorkDas FBI scheitert bei Ermittlungen immer häufiger an der Verschlüsselung von Handys und Computern. Binnen eines Jahres habe es die Bundespolizei bei fast 7800 Geräten rein technisch nicht geschafft, an Daten zu gelangen, sagte Behördenchef Christopher Wray am Dienstag bei einer Konferenz zu Cyber-Sicherheit in New York. Dass das FBI trotz juristischer Erlaubnis immer häufiger Handys nicht knacken könne, beeinträchtige die Polizeiarbeit in vielen Bereichen und bei zahlreichen Fällen. „Das ist ein dringendes Problem der öffentlichen Sicherheit”, betonte Wray, der sich zum ersten Mal seit seinem Amtsantritt im August ausführlich zu dem Thema äußerte. Eine eindeutige Lösung liege aber nicht auf der Hand.

Wray dürfte mit seinen Äußerungen darauf zielen, die Diskussion rund um das Spannungsfeld von öffentlicher Sicherheit und Privatsphäre erneut anzufachen. Das Thema hatte Schlagzeilen im Zusammenhang mit einem islamistischen Anschlag im kalifornischen San Bernadino gemacht. Damals versuchten die Behörden vergeblich, Apple zur Entsperrung des iPhones eines Attentäters zu zwingen. Die Ermittler knackten das Telefon schließlich selbst. Technologieunternehmen und Datenschützer kritisieren generell Vorstöße der Behörden, Zugang zu Geräten von Verdächtigen zu verlangen. Dies drohe die Internetsicherheit zu beeinträchtigen und spiele kriminellen Hackern in die Hände, so ihre Argumente. Neue Gesetze, die Technologieunternehmen zur Kooperation zwingen, sind nicht in Sicht.

  • rtr
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  • Das Handy und das Bankkonto sind Privatsachen und sollten nur auf Richterliche Anordnung hin überprüft werden. Alles Andere ist ein schwerer Eingriff in die Privatsphäre und ein Schritt in Richtung Überwachungsstaat.

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