Sicherheitsverbesserungen
Onlinebanking könnte sicherer sein

Viele Menschen weigern sich ihre Bankgeschäfte online abzuwickeln, weil sie den Internetservice für zu unsicher halten. Aber auch Kunden, die Onlinebanking nutzen, sind an Sicherheitsverbesserungen interessiert: Zwei Drittel würde beispielsweise Kartenlesegeräte zur eindeutigen Identifikation einsetzen – wenn ihre Bank diese kostenfrei zur Verfügung stellte.

HB HAMBURG. Dies ergab die Trendstudie „Bankpräferenzen“ des Beratungs- und Softwarehauses PPI in Kooperation mit handelsblatt.com, wiwo.de und dem IMWF Institut für Management- und Wirtschaftsforschung. Drei von fünf Bankkunden, die nicht über die Datenleitung mit ihrem Kreditinstitut kommunizieren, nennen das hohe Datenrisiko als Grund für die Ablehnung des praktischen Dienstes.

Bisher vernachlässigen deutsche Kreditinstitute diese Marketingoption. Kartenleser, die die Sicherheit deutlich erhöhen, gibt es bereits seit längerem. Allerdings nutzt erst jeder dreizehnte Kunde dieses Authentisierungsverfahren. Der Grund: Bisher müssen die Kosten für die Geräte privat getragen werden. Dies lehnen vier von fünf Privatkunden ab. Sie erwarten, dass ihre Bank ihnen die Sicherheitsverbesserungen kostenlos zur Verfügung stellt. Kreditinstitute, die ein solches Angebot machen, haben somit gute Aussichten, Kunden zum Wechsel zu bewegen.

Neben den Anschaffungskosten stehen vielschichtige Kundenwünsche einem Marktdurchbruch der Kartenleser im Wege: Die Banken sollen höchstmögliche Sicherheit gewährleisten – zugleich möchten aber vier von fünf Onlinebanking-Nutzern problemlos von jedem Computer aus auf ihr Konto zugreifen können. Deshalb akzeptiert nur ein kleiner Teil der Kunden fest installierte Sicherheitshilfen auf Software- oder Hardwarebasis. Hier können aber Kartenleser Abhilfe schaffen, die portabel sind und ohne vorherige Installation an einen USB-Port angeschlossen werden können.

Als Alternative zu den Kartenlesegeräten nennt der Verband der deutschen Internetwirtschaft Bitkom das sogenannte iTAN-Verfahren, bei dem die Bank per Zufallsgenerator auswählt, welche TAN zur Autorisierung benutzt wird.

Noch sicherer sind aber die mTANs. Sie werden erst kurz vor der Transaktion generiert, sind nur kurze Zeit gültig und werden dem Kunden per SMS auf sein Handy zugestellt.

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