Siebel und Microsoft öffnen ihre Programme
Firmensoftware-Anbieter drängen ins Massengeschäft

Anbieter von Firmensoftware sind angesichts der schleppenden Nachfrage auf der Suche nach neuen Kunden. Die jüngste Idee: Firmen wie Siebel und Microsoft wollen ihre häufig speziellen Programme für möglichst viele Abteilungen in Unternehmen öffnen.

HB FRANKFURT. Sie drängen damit praktisch auf den Massenmarkt: "Wir wollen, dass unsere Programme nicht nur für alle Firmen, sondern auch für alle dort tätigen Mitarbeiter einsetzbar sind", sagte Ken Rudin, Vice President des US-Konzerns Siebel, im Gespräch mit dem Handelsblatt.

Die Software von Siebel - Programme für das Kunden-Management (CRM) - ist vor allem für Marketing- und Vertriebs-Leute gedacht. Mit niedrigeren Preisen und flexibleren Lizenzmodellen will Siebel die Programme auch für andere Abteilungen nutzbar machen. "Wir wollen unser CRM noch tiefer in die gesamte IT-Landschaft der Unternehmen integrieren", sagt Rudin.

Eine zentrale Rolle wird dabei das neue "CRM on demand" spielen. Dabei handelt es sich um eine einfachere Version des klassischen CRM-Produkts. Das monatliche Abonnement kostet 70 $ pro Nutzer. Dabei denkt Rudin sowohl an zusätzliche Nutzer bei bereits vorhandenen Siebel-Kunden als auch an Neukunden vor allem im Mittelstand.

Siebel hat das neue Modell Ende vorigen Jahres in den USA gestartet. "Noch in diesem Halbjahr werden wir weitere regionale Versionen auf den Markt bringen, darunter auch eine deutsche", kündigte Rudin an. Dabei setzt Siebel auf eine Partnerschaft mit dem IT-Konzern IBM, der die neue Lösung in seinen gut 130 Rechenzentren betreibt. Nach Angaben von Rudin sind weitere Kooperationen geplant.

"Software-Hersteller sind nach dem Boom durch die Jahr- 2000-Umstellung sowie die Einführung des Euro mit einem weitgehend reifen Markt konfrontiert. Sie müssen deshalb versuchen, ihre Position bei den bestehenden Kunden auszubauen", erläutert Philip Carnelley, Software-Analyst beim britischen Marktforscher Ovum. Eine Möglichkeit sei es, die Firmen durch neue Funktionen zum Kauf von mehr Software zu bewegen, eine andere sei, mehr Nutzer für die Programme zu gewinnen.

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