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Siemens sucht Partner für Handysparte

Die Zukunft der kriselnden Siemens- Telekommunikationssparte bleibt zunächst offen. Der taiwanesische Acer-Konzern wolle die verlustreiche Handy-Sparte von Siemens nicht kaufen oder von ihr Handys bauen zu lassen.

dpa MüNCHEN. Die Zukunft der kriselnden Siemens- Telekommunikationssparte bleibt zunächst offen. Der taiwanesische Acer-Konzern wolle die verlustreiche Handy-Sparte von Siemens nicht kaufen oder von ihr Handys bauen zu lassen.

Das sagte Acer-Sprecher Henry Wang laut Wirtschaftsnachrichtenagentur Bloomberg. Das Kerngeschäft von Acer bleibe der Bau von Computern. Die „Süddeutsche Zeitung“ (Samstagsausgabe) hatte berichtet, Verhandlungen zwischen Acer und Siemens über eine Handy- Kooperation seien weit fortgeschritten. Nach Information des „Spiegel“ könnte sich Siemens mit dem kanadischen Telekom-Ausrüster Nortel verbünden.

Die „Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung“ brachte unterdessen den amerikanischen Motorola-Konzern ins Spiel, die Nummer zwei auf dem internationalen Handymarkt. Die Gespräche zwischen Siemens und Motorola seien „sehr weit fortgeschritten“ schrieb das Blatt. Ein erster Einstiegsversuch des US-Unternehmens sei an unterschiedlichen Preisvorstellungen gescheitert.

Siemens-Chef Klaus Kleinfeld will an diesem Mittwoch (27. April) bei Vorlage der Halbjahreszahlen über die Lage der Kommunikationssparte informieren. Zu den Spekulationen über mögliche Kooperationen wollte sich der Konzern nicht äußern. „Wir kommentieren solche Gerüchte grundsätzlich nicht“, sagte ein Siemens-Sprecher. Siemens hat mit seinen Handys nach Schätzung von Analysten mitten im Branchenboom auch im abgelaufenen Quartal wieder einen Verlust von mehr als 100 Mill. Euro gemacht. Kleinfeld hatte gesagt, eine Sanierung aus eigener Kraft sei ebenso möglich wie ein Verkauf, eine Kooperation oder eine Schließung.

Im Festnetzbereich prüft Siemens nach Informationen des „Spiegel“ eine Kooperation mit dem angeschlagenen Telekom-Ausrüster Nortel. Dabei werde auch eine Beteiligung an Nortel erwogen. Auch dazu wollte der Konzern keine Stellungnahme abgeben.

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