Singlebörsen im Internet Das Geschäft mit der Liebe

Die Suche nach dem oder der Richtigen kann mühsam sein, Singlebörsen helfen dem Glück ein wenig auf die Sprünge. Und die Partnervermittlungen laufen auch wie geschmiert. Bei hotenough.org kommen jedoch nur Schöne rein.
Das Online-Dating boomt. Millionen Singles durchforsten regelmäßig das Netz nach einer neuen Liebe. Die einen suchen selbst über eine Singlebörse, die anderen setzen auf Vorschläge einer Partnervermittlung. Foto: dpa Quelle: dpa

Das Online-Dating boomt. Millionen Singles durchforsten regelmäßig das Netz nach einer neuen Liebe. Die einen suchen selbst über eine Singlebörse, die anderen setzen auf Vorschläge einer Partnervermittlung. Foto: dpa

(Foto: dpa)

bn BERLIN. Die Traumfrau sollte schwarze, lange Haare haben und möglichst Kleidergröße 34 tragen. Sie sollte gut kochen können und reich sein. So eine Wunschvorstellung. Doch wer seine Traumfrau auch wirklich kennen lernen will, hat es schwer. Bei der Suche helfen inzwischen etliche Singlebörsen im Netz. Ein boomendes Geschäft, denn noch nie haben so viele Menschen allein gelebt wie heute.

Rund elf Millionen Singles leben in Deutschland und davon tummelt sich die Mehrheit im Internet. „Die Zahl der Menschen, die im Jahr 2005 bei Online-Dating-Portalen registriert waren, lag nach unserer Einschätzung bei 6,4 Millionen“, sagt Henning Wiechers vom singleboersen-vergleich.de. Im Jahr 2006 seien es schätzungsweise 7,4 Millionen gewesen. Die Partnerbörsen profitieren von der Sehnsucht der Menschen nach Zweisamkeit.

Liebe auf den ersten Klick

So wie Britta, 37. Nach einer missglückten Ehe meldete sie sich bei Parship.de an. Und trotz anfänglicher Schwierigkeiten, sie lernte einen Mann kennen, der seine Ex noch liebte, lernte sie irgendwann Anton kennen. Es war keine Liebe auf den ersten Klick, aber als er sie regelmäßig besuchte, als sie krank war, brach das Eis. Es sind solche Erfolgsstorys, die den Anreiz bieten, sich für einen monatlichen Geldbetrag bei Partnervermittlungsagenturen anzumelden. Und das lässt die Kassen klingeln.

Der Marktanalyse „Online- Dating-Report 2005“ zufolge haben die Internet- Anbieter mit über 75 Millionen Euro eine ernst zu nehmende Umsatzgröße erreicht. Ein gigantischer Markt, der Investoren lockt. Inzwischen gibt es rund 2000 deutschsprachige Angebote, davon hätten aber nur rund 50 eine ernstzunehmende Größe, sagt Wiechers. In den USA und Frankreich sind die ersten Netzportale bereits an die Börse gegangen, die französische Firma Meetic erzielte 2006 einen Jahresumsatz in Höhe von 78,8 Millionen Euro.

Den richtigen Partner zu finden ist mitunter schwierig. Daher boomt auch das Geschäft mit der Liebe. Foto: dpa Quelle: dpa

Den richtigen Partner zu finden ist mitunter schwierig. Daher boomt auch das Geschäft mit der Liebe. Foto: dpa

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Gesellschafts-Phänomen Dating

Dating ist zu einem gesellschaftlichen Phänomen geworden. Niemand schämt sich mehr für seine Kontaktanzeige, sondern für viele ist das Online-Dating die einzige Möglichkeit, jemand Neuen kennen zu lernen. „Etwas Effizienteres gibt es eigentlich nicht“, sagt Wiechers. Ob sich irgendwann etwas daraus entwickelt, sei dahingestellt. Und genau da liegt das Problem, denn das Internet lockt auch etliche Betrüger an. Nicht nur bei den Firmen, sondern auch bei den Nutzern.

Das musste auch ein Österreicher spüren, der wochenlang mit einer Russin online flirtete und sie dann treffen wollte. Nur das Geld für den Flug fehlte. Der Verliebte schickte seiner Angebeten eine Scheck über 4000 Euro. Er hörte nie wieder etwas von ihr. Um solchen Enttäuschungen vorzubeugen, bemühen sich Onlineportale um Qualität, die sie sich aber auch bezahlen lassen. Unseriöse Teilnehmer hätten bei ihnen kaum eine Chance, sagt der Parship-Geschäftsführer Arndt Roller. Die Nutzer müssten sich anmelden, einen Persönlichkeitstest durchlaufen und eine monatliche Gebühr ab 132 Euro entrichten.

Nur für Schöne

Ein anderes Konzept verfolgt der Gründer vom Internetportal hotenough.org. Der Amerikaner Jason Pellegrino hat einen Single-Treff gegründet, weil ihm die Frauen in anderen Portalen nicht attraktiv genug waren. Bewerber für den exklusiven Dating-Club müssen 3 Fotos einreichen, davon eines in Körpergröße. Die Bewertung erfolgt allein auf dieser Grundlage, die Mitglieder enthalten keine Informationen. „Es ist sicherlich schwierig da durchzukommen“, räumt Pellegrino ein, aber sobald man drin ist, gehört man dazu.“ Wer sich der Fleischbeschau nicht hingeben will, hat trotzdem Chancen auf Liebesglück: Eine Umfrage der Universität Zürich ergab, dass von 4110 Online- Datern 23 Prozent einen festen Partner fanden und mit ihm nach einem halben Jahr immer noch zusammen waren.

Quelle: BusinessNews

Überblick

Wer sich für Partnervermittlung im Internet interessiert, hat viele Möglichkeiten. Wer sich anmelden will, sollte sich voher gut informieren. Das Internetportal singleboersen-vergleich.de gibt einen Überblick:

PARTNERVERMITTLUNG IM INTERNET
Parshipbe2ElitePartnerLovepointDZF- Der Zweite Frühling
Internet

parship.de

be2.de

elitepartner.de

lovepoint.de

dzf.de

Anzahl der registrierten Mitglieder2.100.0001.800.000500.000140.000225.000
Mitglieder-


Struktur
sehr hoher Akademiker-Anteil u. Besserverdienerbreiter Querschnitt durch die deutsche BevölkerungMitglieder sind zu 67% Akademikerüberwiegend Mitglieder mit hohem Bildungsgradklarer Fokus auf Singles ab 40
Geschlechter-


verhältnis
48% männl.


52% weibl.
51% männl.


49% weibl.
45% männl.


55% weibl.
36% männl.


64% weibl.
48% männl.


52% weibl.
Alters-


durchschnitt
m. 38,4 J.


w. 40,7 J.
m. 35,9 J.


w. 36,2 J.
m. 38,9 J.


w. 41,7 J.
m. 34,6 J.


w. 35,8 J.
m. 43,8 J.


w. 46,5 J.
Kosten der Mitgliedschaft3 Monate


132 Euro
3 Monate


99 Euro
3 Monate


74,90 Euro
3 Monate


49 Euro*
3 Monate: 119,50 Euro

*nur für Männer
Stand: Dezember 2006
Quelle: www.singleboersen-vergleich.de

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