„SlotMusic-Karte“ startet zum Weihnachtsgeschäft
Mini-Musikkarte soll CD ersetzen

Der US-Hersteller SanDisk will mit einer kleinen Speicherkarte die CD als Medium für Musik ablösen. Mit der „SlotMusic“-Karte in der Größe einer Briefmarke können Musikdateien auf Handys, Laptops und MP3-Playern abgespielt werden. Die führenden Musikkonzerne unterstützen das neue Format.

HB NEW YORK. Der US-Speicherchiphersteller SanDisk will eine Mini-Musikkarte als Nachfolger der CD auf den Markt bringen. Die auf der sogenannten „SlotMusic“-Karte gespeicherten Musikdateien können auf Handys, Laptops und MP3-Playern abgespielt werden. Die Karten sollen zum Weihnachtsgeschäft in den USA in die Geschäfte kommen, unter anderem bei den großen Handelsketten Wal-Mart und Best Buy. In Europa will SanDisk seine SlotMusic erst im kommenden Jahr starten.

Die auf der Karte in Briefmarkengröße gespeicherte Musik kommt ohne Kopierschutz (DRM) aus. Über einen kleinen USB-Stecker soll die Karte auch an Windows-, Linux- und Mac-Computern nutzbar sein. Unterstützt wird das kalifornische Unternehme von den vier führenden Musik-Konzernen EMI, Sony BMG, Universal Music und der Warner Music Group.

Die slotMusic-Karte sei für Konsumenten eine qualitativ hochwertige Alternative zu CDs und digital verfügbaren Angeboten, hieß es. Mit einer Kapazität von einem Gigabyte sollen neben Musik-Stücken im MP3-Format auch Fotos, Videos oder andere persönliche Daten der Nutzer auf der Karte Platz finden.

SanDisk versucht mit seiner Offensive den Musikmarkt wiederzubeleben, der mit dem inzwischen weit verbreiteten Herunterladen von Musik aus dem Internet immer mehr an Attraktivität verloren hat. Der weltgrößte Hersteller von Flash-Datenspeichern setzt darauf, dass es aber immer noch Interessenten für Musik auf realen Datenträgern gibt. SanDisk macht sich bei seiner SlotMusic zunutze, dass die meisten modernen Mobiltelefone, Laptops und auch MP3-Player ohnehin über Schlitze (“Slots“) für Speicherkarten verfügen.

Mit den Musikriesen und den großen US-Einzelhandelsketten hat die „SlotMusic“ wohl soviel Marktunterstützung wie kein neues Musikformat mehr seit Einführung der CD im Jahr 1982. „SlotMusic“ steht aber in Konkurrenz zu den populären iPods und iPhones des Computerkonzerns Apple, von dessen Internetseite iTunes bereits mehrere Milliarden Songs heruntergeladen wurden.

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