Social Games
Gute Geschäfte mit dem Spieltrieb

Internetspiele-Produzent Zynga steuert einen Großteil zum Facebook-Umsatz bei. Heute Abend legt Zynga die ersten Quartalzahlen seit dem Börsengang vor. Der Millionenerfolg mit „Hidden Chronicles“ könnte sich zeigen.
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DüsseldorfWer Kinder hat, ist mit dem Wesen der sogenannten Wimmelbücher vertraut: Auf dicht bebilderten Seiten werden Unmengen kleiner Alltagsszenen dargestellt und wollen entdeckt werden. Neu ist, dass auch erwachsene Menschen begeistert Bilderrätsel lösen – am Bildschirm.

Mit dem neuen Computerspiel „Hidden Treasures“ hat das erfolgsverwöhnte US-amerikanische Internet-Unternehmen Zynga innerhalb kürzester Zeit mehrere Millionen Anhänger gewonnen und liegt in den einschlägigen Hitparaden weit vorne.

Auf das Social Game kann via Facebook kostenfrei zugegriffen werden – und trotzdem stellt es ein potenzielles Milliardengeschäft dar. Wie bei früheren Erfolgen von Zynga, dem Konkurrenten Nexon aus Südkorea oder den Branchen-Urgesteinen Electronic Arts und Disney zahlen begeisterte Anwender bereitwillig für zusätzliche Funktionen. Stichwort: Suchtcharakter.

Fallen die auf diesem Weg generierten Zahlungen einzelner Spieler in den Bereich „Micropayments“, summieren sie sich angesichts großer Fanzahlen zu erklecklichen Erträgen.

Umgekehrt gilt allerdings auch, dass die Spieleproduzenten signifikante Nutzerzahlen erreichen müssen, um ihre immer aufwendigeren Entwicklungen zu refinanzieren. Gut 230 Millionen Internetnutzer greifen laut Firmenangaben monatlich auf Zynga-Anwendungen zu.

Als Erfolgsgeheimnis der Social Games gilt deren Interaktivität: Die Spieler können sich mit ihren Online-Freunden messen oder virtuelle Güter tauschen – die oft mit ganz realen Währungen bezahlt werden müssen. Im Vergleich etwa zu dem nach wie vor populären Zynga-Spiel „FarmVille“ bietet „Hidden Chronicles“ eine stärker ausgefeilte Story, eine gefälligere Grafik und verzichtet auf Gewaltdarstellungen.

Damit hat das „Hidden Object Game“ (zu deutsch: Wimmelbilder-Spiel) das Potenzial, auch neue Nutzergruppen anzusprechen – die überraschenderweise häufig weiblich sind, wie eine unlängst in der „Zeit“ zitierte Studie ergab.

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