Social-Media-Schlamassel
@BurgerKing Ziel von peinlicher Hacker-Attacke

Für Burger King wurde ein Social-Media-Albtraum wahr: Hacker maskierten den Account des Fast-Food-Riesen als den eines Rivalen, verbreiteten geschmacklose Nachrichten und machten das Konto zum Gespött des Tages.
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New YorkFür Burger King endete die alte Woche mit überraschend guten Bilanzzahlen, doch die neue begann mit einem peinlichen PR-Zwischenfall: Hacker verschafften sich Zugang zum Twitter-Konto des Fast-Food-Riesen und ließen es so aussehen, als wäre es das Konto des Rivalen McDonalds. Über einer Stunde lang sendeten die Unbekannten etliche geschmacklose Kurznachrichten und behaupteten, die Firma sei von der Konkurrenz McDonalds gekauft worden. Das Konto behielt die ganze Zeit weiter das blaue Häkchen, das die Echtheit Kontos garantieren soll.

Andere Kurznachrichten zeigten Fotos, die widerliche Burger abbildeten oder „Mitarbeiter“ des Unternehmens, die Drogen konsumierten. Andere Nachrichten machten Werbung für den US-Rapper Chief Keef, der derzeit wegen eines Waffendelikts im Jugendgefängnis sitzt.

Später wurde das Konto gesperrt. Ein Sprecher des Unternehmens, Bryson Thornton, entschuldigte sich öffentlich für den Zwischenfall. Das Konto werde von einem hauseigenen Social-Media-Team und einer externen Agentur überwacht, sagte er US-Medien. Wie viele Mitarbeiter das Passwort zu dem Konto kennen, wollte Thornton nicht sagen.

Als das Konto am späten Abend wieder online ging, verschickte das Unternehmen den Tweet: „Interessanter Tag hier bei Burger King – aber wir sind zurück!“

Tatsächlich war es interessant zu verfolgen, wie sich die Verantwortlichen mit dem Vorfall beschäftigten. Sie hatten sichtbar Mühe, die Kontrolle über das Konto zurück zu gewinnen. Nachdem der Account erst über eine Stunde nach dem Angriff gesperrt wurde, war er kurz daraufhin wieder sichtbar. Zwar wurde das falsche „McDonalds“-Profil entfernt, doch die teilweise rassistischen Kurznachrichten der Hacker waren wieder für jeden sichtbar. Erst nach einiger Zeit wurden sie alle hinter einem Passwortschutz versteckt. „Möglicherweise ist es Zeit, einen neuen Social-Media-Verantwortlichen einzustellen“, schrieb eine Kundin auf der Facebook-Seite des Unternehmens.

Auch die Konkurrenz mischte sich in die Diskussion ein: „Wir haben Mitgefühl mit unseren Kollegen @BurgerKing“, hieß es im Namen von McDonalds auf Twitter. Die Firma versicherte, dass sie mit dem Hack nichts zu tun hatte. „Alle schauen nun auf euch @Wendys“, scherzte ein Reporter in einer Nachricht an den Fast-Food-Rivalen. „Wir haben ein Alibi“, gab die Social-Media-Abteilung von Wendys zurück. In einem anderen Tweet sagte eine Social-Media-Managerin von Wendy’s, was sich auf dem Burger-King-Konto abspiele, sei ihr absoluter Albtraum.

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