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So wird Twitter nicht zum Datensammler

Twitter will mehr über seine Nutzer erfahren - etwa, welche Apps sie auf ihren Smartphones installiert haben. So soll der Dienst weiter personalisiert werden. Eine Möglichkeit zum Abschalten ist aber vorgesehen.
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Zwitschert mehr, als so manchem lieb ist: Twitter will in seiner neuen mobilen Version wissen, welche Apps der Nutzer noch so installiert hat. Quelle: dpa

Zwitschert mehr, als so manchem lieb ist: Twitter will in seiner neuen mobilen Version wissen, welche Apps der Nutzer noch so installiert hat.

(Foto: dpa)

BerlinAb der nächsten App-Version (für iOS und Android) will Twitter wissen, welche anderen Apps Nutzer auf ihrem Smartphone installiert haben. Die Funktion ist als Standard aktiviert – Nutzer müssen sich also aktiv dagegen entscheiden, wenn sie dem Unternehmen keine tieferen Einblicke in ihre Programmauswahl gestatten wollen. Twitter will auf den Beginn der Datensammlung mit einer Mitteilung hinweisen.

Wer die Funktion in iOS abschalten möchte, muss innerhalb der Twitter-App den „Ich“-Tab aufrufen, dort auf das Zahnradsymbol klicken und die Einstellungen aufrufen. Nun das jeweilige Nutzerkonto auswählen. Im Bereich Datenschutz wird in der nächsten Twitter-Version eine Möglichkeit zum Abschalten der personalisierten Werbung vorhanden sein. Sie wird „Twitter anhand meiner Apps anpassen“ heißen.

Diese Promis haben die meisten Twitter-Follower
Papst Franziskus
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Papst Franziskus: 13 Millionen Follower

Mit seiner bescheidenen Art findet Papst Franziskus immer neue Fans – auch auf Twitter. Im Internet-Kurznachrichtendienst überschritt sein Account am Mittwoch die Marke von 13 Millionen Follower. Damit fand das offizielle Papst-Konto seit dem Amtsantritt von Franziskus vor gut einem Jahr zehn Millionen neue Fans. Unter der Adresse @pontifex veröffentlicht der Vatikan regelmäßig Botschaften in neun Sprachen, darunter auch Deutsch, Arabisch und Latein. Die meisten Fans haben die spanischsprachigen Tweets des ersten Papstes aus Lateinamerika. Ihnen folgen nach Angaben der auf Kirchenfragen spezialisierten Website „Il Sismografo“ 5,4 Millionen Menschen.

Der Argentinier Jorge Bergoglio war zum Nachfolger des deutschen Papstes Benedikt XVI. gewählt worden, der aus Altersgründen seinen Rücktritt erklärt hatte. Benedikt XVI. hatte auf Twitter eine eher überschaubare Follower-Zahl.

Demi Lovato
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Demi Lovato: 21,8 Millionen Follower

Mit gerade mal 21 Jahren gehört Demi Lovato zu den Promis, die mehr als 20 Millionen Follower auf Twitter haben. Ob als Sängerin, Schauspielerin oder „The X-Factor“-Jurorin, an ihrem Leben wollen viele Menschen teilhaben. Erst kürzlich stellte die Sängerin ein Foto von sich mit einer neuen Frisur rein. Das Foto wurde sofort über 30.000 Mal retweeted.

Pink
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Pink: 23,1 Millionen Follower

Seit knapp 15 Jahren ist Pink nun schon im Musikgeschäft und bis heute sehr erfolgreich: Für ihre musikalische Leistung wurde die als Rockröhre bekannte Sängerin noch im vergangenem Jahr zur Frau des Jahres vom amerikanischen „Billboard“-Magazin gewählt. Ein Beweis dafür, dass sie aus der Musikwelt nicht mehr wegzudenken ist.

Oprah Winfrey speaks on stage during a tribute to Nelson Mandela at the 45th NAACP Image Awards in Pasadena
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Oprah Winfrey: 23,8 Millionen Follower

Die „Oprah Winfrey Show“ hat die US-amerikanische Talkshow-Moderatorin weltberühmt gemacht. Mittlerweile gehört Oprah Winfrey eine Produktionsfirma, die ihre und viele andere erfolgreiche TV-Formate produziert. Sie ist die erste Afroamerikanerin, die Milliardärin wurde. Auf Twitter gehört sie zu den Follower-Millionären.

People Shakira
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Shakira: 24,8 Millionen Follower

Mit zahlreichen Welthits hat sich die kolumbianische Sängerin eine breite Fan-Basis geschaffen. Trotz der Beziehung zum zehn Jahre jüngeren FC Barcelona-Star Gerard Piqué, die am Anfang viel kritisiert wurde. Den Leuten, die nicht an die lange Dauer ihrer Beziehung glaubten, beweist das Ehepaar ihre Liebe mit Fotos von sich und ihrem Familienglück – denn seit vergangenem Jahr sind sie stolze Eltern eines Jungen.

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Cristiano Ronaldo: 25,4 Millionen Follower

Nicht nur auf dem Spielfeld unterhält der Real Madrid-Star mit seinen Ballkünsten seine Fans – auf Twitter hat der Portugiese mittlerweile 1.861 Tweets. Auch wenn es den Anschein hat, dass der Fußballer sich mit seiner arroganten Art keine Freunde macht, kommt das bei seiner Fangemeinde gut an und die Tendenz ist steigend: Spätestens bei der WM in Brasilien wird er mehr Anhänger dazugewinnen.

Jennifer Lopez
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Jennifer Lopez: 27,2 Millionen Follower

Die Fans von Jennifer Lopez erlebten gestern eine Schrecksekunde: Die Sängerin mit dem unnachahmlichen Hüftschwung wurde auf Twitter für tot erklärt. Der Hashtag #RIPJenniferLopez machte in dem Kurznachrichtendienst schnell die Runde. Schnell reagierte Lopez mit einem Foto von sich auf das böse Gerücht, bei dem es sich um ein Missverständnis handelte: Das Todeskürzel RIP bedeute wohl eher „real inspiring person“ – ein wirklich inspirierender Mensch für ihre musikalische Leistung. Am 12. Juni wird sie deshalb bei der Eröffnungsfeier der WM in Brasilien singen.

Zum Abschalten in Android wird mit einem Fingertipp auf die Optionen-Schaltfläche (erkennbar an drei vertikalen Punkten) das Menü aufgerufen. Dort wählt man die Einstellungen aus. Hier lässt sich im Bereich „Sonstiges“ die Option „Twitter anhand meiner Apps anpassen“ deaktivieren.

Durch die Abfrage aller installierten Apps auf dem Endgerät verspricht sich das Unternehmen eine präzisere Anzeige von auf den Nutzer zugeschnittener Werbung. Außerdem sollen Nutzern mit Hilfe dieser Daten auch Empfehlungen zum Folgen anderer Nutzer angezeigt werden.

Die Datensammlung soll sich nach Unternehmensangaben nur auf die Namen der installierten Apps beziehen. Innerhalb der anderen Programme gespeicherte Daten werde man nicht abrufen. Wie das Technikportal recode.net berichtet, sollen zuvor gesammelte Daten von Nutzern, die sich gegen den Dienst entscheiden, nach Deaktivierung der Funktion gelöscht werden.

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