Software-Anbieter Suse Linux übernommen
Novell greift auf Know-how aus Deutschland zurück

Das US- Softwarehaus Novell wird den deutschen Linux-Spezialisten Suse Linux in Nürnberg übernehmen. Der Kaufpreis beträgt 210 Mill. $ in bar. Damit verliert einer der weltgrößten Distributoren des lizenzfreien Betriebssystems seine Eigenständigkeit.

HB/jkn/tnt FRANKFURT/M. „Gemeinsam mit Novell haben wir einen weltweiten Vertrieb, ein weltweites Marketing und eine weltweite Schulungsorganisation. Das ist eine große Chance“, sagte Richard Seibt, der Vorstandsvorsitzende von Suse, dem Handelsblatt.

Suse Linux zählt mit rund 380 Mitarbeitern und einem Umsatz von rund 40 Mill. Euro neben der US-Firma Red Hat zu den größten Distributoren von Linux. Rund 80 % der Suse-Anteile halten die Finanzinvestoren Apax Partners, E-Millennium und Ad Astra, die ihr Engagement nun mit Gewinn wieder verkauft haben dürften. Daneben liegen kleinere Pakete bei IBM, Hewlett-Packard, Intel und Silicon Graphics, die ihre Anteile ebenfalls veräußert haben.

Mit der Übernahme will Novell sein Technologie-Know-how im Bereich Linux weiter verstärken. Bereits im August dieses Jahres hatte Novell den Linux-Spezialisten Ximian übernommen. Ximian bietet grafische Oberflächen (Desktop) und andere Anwendungen für Linux an.

An Suse dürfte Novell vor allem die Technologie und Entwicklung interessieren. Die US-Amerikaner betonten gestern denn auch, dass die Marke Suse Bestand haben wird. „Das ist ein kluger Coup von Novell. Damit wird die Linux-Strategie vervollständigt“, kommentierte Simone Sinz vom Münchener Marktforscher PAC die Übernahme.

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