Software-Firma O&O
Neues Tool fürs Festplatten-Backup

Die vollständige Sicherung eines Windows-Computers mit einem Datenumfang von 20 Gigabyte nimmt rund 50 Minuten in Anspruch – Zeit, die sich lohnen kann. Immerhin haben danach Viren, Sicherheitslücken und Software-Crashs ihren Schrecken verloren. Bei der Erstellung des Backups hilft ein neues Tool von O&O.

HB FRANKFURT. Das „Image“, also die vollständige Abbildung aller Festplattendaten, kann immer wieder neu aufgespielt werden. Jetzt hat auch die Berliner Software-Firma O&O, seit langem auf Tools rund um die Festplattensicherheit spezialisiert, ein entsprechendes Backup-Programm (www.oo-software.com/de) entwickelt.

Neben der wichtigsten Aufgabe, eine getreue Kopie von Festplatten-Partitionen zu erstellen, bietet O&O DiskImage eine Reihe von Profi-Funktionen. Dazu gehört etwa eine „forensische Sicherung“: Hierbei werden alle Sektoren der Festplatte gesichert, also nicht nur diejenigen, auf denen Daten gespeichert sind. Dies hat den Vorteil, dass nach einer Wiederherstellung des Systems auch gelöschte Dateien gefunden werden können. Das sind Dateien, die sich physisch auch dann noch in den Magnetstrukturen der Platte befinden, wenn sie vom Benutzer gelöscht wurden. Mit Spezial-Tools können solche Dateien wieder zum Vorschein gebracht werden.

Für kontinuierliche Backup-Arbeiten gibt es die „inkrementelle Sicherung“, die im Anschluss an ein umfassendes Image nur noch die jeweils geänderten Daten erfasst. Da die Software bislang keinen Zeitplan für die automatische Ausführung eines solchen Backups bietet, muss man selbst ans regelmäßige Backup denken. Als besonders nützlich aber erweist sich die Funktion, eine bestehende Sicherungsdatei als Laufwerk zu laden: Dabei wird das Image als eigener Datenträger ins Windows-System eingebunden. Danach gibt es einen direkten Zugriff auf alle Verzeichnisse und Dateien des Backups.

Damit man bei der Erstsicherung des Systems nicht allzuviel Datenmüll mitschleppt, bietet es sich an, erst einmal aufzuräumen und die Platte zu defragmentieren. Genau überlegen sollte man sich dann, auf welchen Datenträger die Sicherung gespeichert werden soll. Hat der PC nur ein CD- oder DVD-Laufwerk, ist die Scheibe nicht der ideale Platz für die Sicherung. Denn wenn sich das System nicht mehr starten lässt, benötigt man die bootfähige CD von O&O DiskImage, um die Wiederherstellung einzuleiten. Dann ist dieses Laufwerk aber besetzt, so dass der Datenträger mit der Sicherung nicht eingelegt werden kann.

Ideal ist daher ein Image auf einer externen USB-Festplatte. Bei der Wiederherstellung wird der PC mit der Boot-CD von O&O gestartet. Sobald die Software im Arbeitsspeicher geladen ist, kann sie dann auf die Sicherungsdateien der externen Festplatte zugreifen. Das Zurückspielen des Backups erfolgt in mehreren Schritten, da die O&O DiskImage nach dem Erreichen einer Dateigrenze von vier GB eine neue Image-Datei anlegt. Zum Schutz der Sicherungsdaten vor unbefugtem Zugriff können diese verschlüsselt werden.

Die Backup-Software eignet sich auch gut für den Umstieg auf einen neuen PC. Alle Daten des alten Computers sind gesichert und können dann gezielt auf den neuen PC gebracht werden. Allerdings sollte das dann ebenfalls ein Windows-Computer sein. Ein Mac- oder ein Linux-Computer kann die Sicherungsdateien mit der Endung „omg“ nicht lesen, und O&O DiskImage gibt es bislang nur für Windows ab der Version 2000. Die Software kostet bei der Installation auf einem Rechner 49,90 Euro.

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